Prognose wird nicht geändert
SAP plant weitere Einsparungen

Europas größter Softwarehersteller SAP muss zu weiteren Sparmaßnahmen greifen, um seine Ergebnisziele für 2002 noch zu erreichen.

Reuters FRANKFURT.Co-Vorstandschef Henning Kagermann, Finanzchef Werner Brandt und Vorstandsmitglied Claus Heinrich hätten Mitte September der Belegschaft deutlich gemacht, dass Einsparungen nötig seien, um die geplanten Ergebnisziele zu erreichen, sagte eine SAP-Sprecherin am Mittwoch. Sie bestätigte damit einen Bericht des "Wall Street Journal".

"Es war wichtig, die Nachricht an die Belegschaft weiter zu geben, um zu zeigen, dass wir es mit der Kostenreduzierung ernst meinen", sagte die Sprecherin. "Es war nicht als eine Warnung für den Markt gedacht", fügte sie hinzu. Ein Stellenabbau in größerem Umfang sei nicht geplant. Die Flaute auf dem IT-Markt zwingt Softwarekonzerne wie Oracle oder IBM, ihre Kapazitäten der schwächeren Nachfrage anzupassen.

An den Zielen für das Gesamtjahr hälte der Walldorfer Softwarekonzern weiter fest. "Es gibt keine Änderung bei unseren Prognosen. Wir bleiben bei unseren Zielen", sagte die Sprecherin. Erst Anfang September hatte Kagermann die Planungen für 2002 bekräftigt. Diese sehen ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr von fünf bis zehn Prozent sowie eine operative Marge von mindestens 21 % vor. Bis Mitte Juli war SAP noch von einem Umsatzanstieg von 15 % ausgegangen.

"Es wird keine große Zukunft für SAP geben, wenn wir das Ziel nicht erreichen", zitierte das "Wall Street Journal" Kagermann. Der SAP-Chef hatte sich nach Angaben der Zeitung einem internen Bericht zufolge Mitte September vor der Belegschaft geäußert. Angesichts des schwachen Aktienkurses befürchtet Kagermann offenbar, nicht die erforderlichen Akquisitionen tätigen zu können, um von der Konsolidierung der Branche zu profitieren. "Im Moment ist SAP nicht so flexibel, wie die Wettbewerber", zitierte das Blatt Kagermann weiter.

Die SAP-Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 40 % an Wert verloren und lag am Mittwoch zunächst 2,2 % im Plus bei 54,76 Euro.

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