Prognosen bestätigt
Britisches BIP steigt schwächer an

Die Abschwächung beim Bruttoinlandsprodukt wird auf die Ölpreisproteste zurückgeführt. Insgesamt liegt die Wachstumsrate aber deutlich über dem langfristigen Trend.

vwd LONDON. Das britische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal dieses Jahres um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal und um 2,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Damit bestätigten sich die Prognosen der Analysten, die diese Abschwächung auf Grund der Ölpreisproteste in Großbritannien erwartet hatten. Im zweiten Quartal war das britische BIP noch um 0,9 %gegenüber dem Vorquartal bzw um 3,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Insgesamt liegt die Wachstumrate aber weiterhin deutlich über dem langfristigen Trendwachstum von 2,5 %.

Wie National Statistics am Freitag weiter mitteilte, verzeichneten alle Industriesektoren Zuwächse, am stärksten seien diese beim Rohstoffabbau und im Versorgungssektor gewesen. Für den Dienstleistungsbereich wies die Statistikbehörde ein Wachstum von 0,7 % gegenüber dem Vorquartal und von 3,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Ein Sprecher von National Statistics sagte, dass die Effekte der höheren Ölpreise auf das Wirtschaftswachstum noch quantifiziert werden müssten.

Keine weitere Zinserhöhung

Analysten verwiesen darauf, dass die Wachstumszahlen insgesamt moderat seien und vor dem Hintergrund der maßvollen Lohnentwicklung vorerst keine weitere Zinserhöhung durch die Bank of England auf den Plan riefen. Dennoch müsse berücksichtigt werden, dass das über dem langfristigen Trend liegende Wachstum mittelfristig Inflationsgefahren berge.

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