Prognosen bestätigt
Medion stemmt sich weiter gegen den Trend

Trotz der anhaltenden Konsumschwäche hat der Essener Elektronikhändler Medion im dritten Quartal 2002 Umsatz und Ergebnis gesteigert und lag damit am oberen Rand der Expertenschätzungen. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr.

Reuters ESSEN. Bei einem Umsatzanstieg um 30,9 Prozent auf 259,4 (Vorjahr 198,1) Millionen Euro sei im Zeitraum Juli bis September ein Überschuss von 9,0 (7,1) Millionen Euro erzielt worden, teilte das im Auswahlindex Nemax50 gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 255,2 Millionen Euro sowie einen Überschuss von 8,8 Millionen Euro prognostiziert.

Kumuliert ergab sich nach den Angaben in den ersten neun Monaten ein Umsatzanstieg um 27,8 Prozent auf 1,3 (1,0) Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe sich auf 71,8 (56,7) Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern auf 43,0 (33,4) Millionen Euro verbessert.

Die für Medion wichtigen Vertriebswege im Discountbereich hätten gerade in den vergangenen Monaten an Bedeutung gewonnen, hieß es weiter. Darüber hinaus sei die Expansion im Ausland sowohl in Europa wie auch in den USA von hoher Dynamik geprägt. Die Auslandsumsätze seien in den ersten neun Monaten um über 75 Prozent auf 387 (220) Millionen Euro gestiegen. Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von knapp 30 Prozent (21,6).

Angesichts der positiven Entwicklung gehe der Vorstand davon aus, im Gesamtjahr die Firmenprognose zu erreichen, die Umsatz- und Ergebniszuwächse von 25 bis 30 Prozent vorsieht. 2001 hatte der Konzern bei einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro einen Überschuss von 70,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Derzeit sind die Gewinner der Konsumkrise in Deutschland Lebensmitteldiscounter sowie Super- und Verbrauchermärkte, die im Non-Foodbereich ihre Marktanteile in den vergangenen Monaten ausbauen konnten und damit dem ohnehin gebeutelten Fachhandel zunehmend Konkurrenz machen. Medion vertreibt über eben jene Discounter wie etwa Aldi und Plus Heimcomputer, Haushaltselektronik und Unterhaltungstechnikartikel in hohen Stückzahlen. Weitere Medion-Kunden sind beispielsweise die Metro oder der französische Einzelhandelskonzern Carrefour . Medion ist mit sieben Tochtergesellschaften in 14 europäischen Ländern und in den USA aktiv.

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