Prognosen übertroffen
Solvay-Gewinn 2001 gesunken

Der belgische Chemie- und Pharmakonzern Solvay hat 2001 weniger verdient als ein Jahr zuvor und dies vor allem mit deutlichen Einbußen in seiner Kunststoffsparte begründet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei 2001 im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 628 Mill. Euro gesunken, teilte Solvay in Brüssel mit.

Reuters BRÜSSEL. Damit lag das Ergebnis indes leicht über den Prognosen der Analysten, die im Schnitt nur mit 609 Mill. Euro gerechnet hatten. Zum Ausblick für das laufende Jahr hielt sich das Unternehmen angesichts der Unsicherheit über die globale Konjunkturentwicklung weitgehend bedeckt. Der Umsatz ging um zwei Prozent auf 8,7 Mrd. Euro zurück.

In der Kunststoffsparte sank das Ebit 2001 deutlich um 70 % auf 70 Mill. Euro. Analysten waren von einem geringeren Rückgang ausgegangen. Dabei sei das Kunststoffgeschäft vor allem durch den schwachen US-Markt unter Druck geraten, teilte Solvay mit. Die Pharmasparte verzeichnete 2001 hingegen einen 51-prozentigen Gewinnanstieg auf 203 Mill. Euro, die Chemikaliensparte legte beim Ebit um 23 % auf 286 Mill. Euro zu.

Zum laufenden Jahr hieß es lediglich, die Gruppe werde voraussichtlich weiter von ihrer Strategie profitieren, sich stärker auf eine schnellere Entwicklung im Pharmasektor und auf die Spezialitätenchemie auszurichten. Bei den Investitionsausgaben plant Solvay für dieses Jahr 842 Mill. Euro ein. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 2,6 Mrd. Euro investiert. In den Daten für 2001 ist allerdings die 1,3 Mrd. Euro teure Übernahme der italienischen Chemiefirma Ausimont im Dezember enthalten, mit der Solvay zum weltweit zweitgrößten Hersteller von Fluorprodukten aufstieg.

An der Börse in Brüssel gewann Solvay im frühen Handel mit dem Markttrend 0,14 % auf 74,10 Euro hinzu.

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