Programm „Partnerschaft für den Frieden“
Nato will sich stärker um Partner in Zentralasien bemühen

Einen Tag nach dem historischen Kooperationsabkommen mit Russland hat die NATO auch ihren anderen Partnerstaaten eine vertiefte Zusammenarbeit angeboten. Das Programm "Partnerschaft für den Frieden" solle stärker auf die Bedürfnisse der beteiligten Länder ausgerichtet werden, heißt es in einer Erklärung zum Treffen des Euroatlantischen Partnerschaftsrates am Mittwoch in Reykjavik.

dpa REYKJAVIK. Dabei werden besonders die zentralasiatischen und die Kaukasus-Staaten hervorgehoben.

Zum Euroatlantischen Partnerschaftsrat zählen die 19 Nato-Staaten, die vier nicht zur Nato gehörenden EU-Mitglieder und 23 weitere Länder. NATO-Generalsekretär George Robertson sagte, damit bildeten Nordamerika, Europa und Zentralasien eine Gemeinschaft, deren Umfang und Inhalt einmalig seien.

Robertson lobte die Zusammenarbeit dieses Bündnisses vor allem in der Zeit nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. September. "Unsere neuen Beziehungen sind angesichts neuer Bedrohungen auch unsere stärkste Waffe gewesen", sagte er.

Angesichts des bedeutsamen Wandels des sicherheitspolitischen Umfeldes müssten aber auch die Beziehungen der Nato mit ihren Partnern weiter entwickelt werden. Dabei sollten die individuellen Erfordernisse der einzelnen Partnerstaaten mehr Aufmerksamkeit erhalten. Außerdem sollten die einzelnen Förderprogramme besser aufeinander abgestimmt werden.

Die Nato hilft den befreundeten Staaten unter anderem bei Militärreformen. Im Programm "Partnerschaft für den Frieden", an dem alle diese Staaten ebenfalls teilnehmen, werden auch gemeinsame Manöver veranstaltet. Für die Staaten, die sich um eine Aufnahme in die Nato bewerben, gibt es individuelle Vorbereitungsprogramme. Zu ihnen gehört jetzt auch Kroatien, so dass es inzwischen zehn offizielle Beitrittskandidaten gibt. Beim Nato-Gipfel im November in Prag soll entschieden werden, welchen von ihnen in das Bündnis aufgenommen werden.

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