Programm sei destruktiv
Kardinal Lehmann kritisiert Gewaltfilme zu Weihnachten

Die katholische Kirche lehnt die Ausstrahlung von Gewaltfilmen an Heiligabend - wie "Express in die Hölle" bei Sat1 - kategorisch ab.

ap HAMBURG. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel": "Ich rate, erst gar nicht einzuschalten." Lehmann erklärte: "Weihnachten ist ein positives Kontrastprogramm für unsere Gesellschaft. Da ist es schon destruktiv, wenn selbst an diesen Tagen die Gewalt auf dem Bildschirm bei manchen Sendern dominiert."

Über die Sendung von Erotikfilmen wie "Nightlife in Tokyo" an den Feiertagen sagte Lehmann: "Die Sender rechnen sich entsprechende Zuschauerzahlen aus, insofern wird hier ein Wandel in der Gesellschaft deutlich." Menschen, die sich auf diese Weise von Weihnachten lossagten, seien aber in der Minderheit.

Auf die Gestaltung der Christmetten sollte der Wandel nach Ansicht des Kardinals keinen Einfluss haben; es gebe "keinen Anpassungsdruck", sagte er. Den Besuchern gehe es in der Kirche um den "Blick auf die Krippe, auf das hilflose Jesuskind und seine Botschaft: die Liebe unter den Menschen" und nicht um "schrille und laute Sendungen".

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