Programmchef Struve bleibt bis 2007: ARD verzichtet auf Kommerz im Internet

Programmchef Struve bleibt bis 2007
ARD verzichtet auf Kommerz im Internet

Die ARD will künftig auf kommerzielle Angebot bei den eigenen Online-Angeboten verzichten. "Die ARD als Online-Marke steht nicht für Kommerz; die Online-Politik der ARD ist nicht gegen die Angebote der Printmedien und anderer Konkurrenten gerichtet", sagte der Intendant des Südwestrundfunks (SWR). In der Vergangenheit hatte die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger die E-Commerce-Angeboten der ARD als Wettbewerbsverzerrung scharf kritisiert.

hps DÜSSELDORF. Nach einer Sitzung der ARD-Intendanten in Hamburg sagte ARD-Vorsitzender und Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Jobst Plog, das Internet sei für den Senderverbund unverzichtbar. Die bisherige Aufbauarbeit für die beiden großen Internetportale ARD.de und tagesschau.de ist aus der Sicht der ARD allerdings abgeschlossen.

Auf dem Treffen der Intendanten wurde auch der Vertrag des ARD-Programmdirektors Günter Struve verlängert. Der ehemalige Kandidat für den Intendantenposten beim ZDF zeichnet sich voraussichtlich bis 2007 für das ARD-Programm verantwortlich. Der in der Fernsehbranche hoch angesehene Struve ist bereits seit 1992 Programmdirektor.

Die Intendanten trafen noch eine Reihe weiterer Personalentscheidungen: So wird der neue Intendant des Hessischen Rundfunks Helmut Reitze künftig Vorsitzender der ARD-Medienkommission. Reitze schied nach seinem Scheitern bei der ZDF-Intendantenwahl im letzten Jahr beim ZDF aus.

ARD-Vorsitzender Plog wird künftig Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Sportrechte- und Marketing-Agentur Sport A. ARD und ZDF hatten zuletzt eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die möglicherweise das Ende des Unternehmens mit rund 200 Mill. Euro besiegelt. "Alle Dinge stehen auf dem Prüfstand", sagte Geschäftsführer Michael Amsinck noch im Dezember. Hintergrund der Existenzkrise ist der gescheiterte Umbau des Rechtevermarkters, um der privaten Konkurrenz wie Sportfive und Infront Paroli bieten zu können. Im harten Rechte-Poker fehlen der Sport A Kapital und Erfahrung. Ein Einstieg des im Sportrechtehandel erfahrenen Medienunternehmers Herbert Kloiber oder des französischen Fernsehkonzerns TF 1 waren gescheitert.

Quelle: Handelsblatt

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