Projekt für 5 000 neue Jobs kommt nicht zu Stande
Verhandlungen über VW-Tarif geplatzt

Der VW-Tarifvertrag „5000x5000“ ist gescheitert. Nach zehn Stunden brachen Unternehmensführung und IG Metall gestern Abend die Verhandlungen ab. Analyse: Machtanspruch der Tarifparteien lässt Arbeitslosen keine Chance

stw HANNOVER. Damit wird die Volkswagen AG ihr Angebot nicht einlösen, für den Bau eines neuen Automodells 5 000 neue Arbeitsplätze zum Einheitslohn von 5 000 DM pro Monat zu schaffen.

Das Auto wird dennoch in Wolfsburg gebaut, dafür will VW andere Arbeitsplätze streichen. Beide Seiten warfen sich nach dem Abbruch gegenseitig mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Der Konzern habe versucht, niedrigere Löhne als im niedersächsischen Metall-Flächentarif durchzusetzen, sagte ein IG-Metall-Sprecher. Das sei nicht akzeptabel.

Am Schluss waren Gewerkschaftschef Klaus Zwickel und sein Vize Jürgen Peters nach Hannover gekommen - aus Sicht der Gewerkschaft ein Beleg für den Einigungswillen. VW dagegen sieht die Schuld bei der Gewerkschaft. Sie habe sich seit der vorangegangenen Verhandlungsrunde praktisch nicht bewegt. Der Konflikt kreiste um die Arbeitszeit, die VW bis auf 48 Stunden pro Woche ausdehnen wollte. IG-Metall-Verhandlungsführer Klaus Meine bestand dagegen auf 35 Stunden.

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