Projekt startet in der zweiten Jahreshälfte
Fellini will zentrale mobile Infrastruktur aufbauen

Ungünstige Rahmenbedingungen hemmen vor allem für mittelständische Unternehmen den Eintritt in den Mobildienstmarkt. Das Projekt "Fellini" verfolgt das Ziel, diesen Markt in Deutschland zu beleben.

Der erhoffte Erfolg von Mobildiensten in Deutschland konnte trotz der 50 Millionen Handybesitzer bisher nicht ausreichend realisiert werden. Als Hauptursache für die geringe Anzahl und mangelnde Attraktivität angebotener Mobildienste werden oftmals unausgereifte Technologien wie WAP oder UMTS, mangelnde Nutzerakzeptanz und die unzureichende Verfügbarkeit GPRS-fähiger Endgeräte angeführt.

Ungünstige Rahmenbedingungen hemmen vor allem für mittelständische Unternehmen den Eintritt in den Mobildienstmarkt. Das Projekt "Fellini" verfolgt das Ziel, den Markt für mobile Dienste in Deutschland zu beleben. Die Idee ist dabei, durch den Aufbau einer zentralen Infrastruktur, die als offene Umgebung für die Entwicklung und Vermarktung innovativer Mobildienste genutzt werden kann, die Markteintrittsbarrieren für kleine und mittelständische Anbieter abzubauen.

Sun Microsystems, das Dokumentations- und InformationsZentrum (DIZ) München, die Software-Anbieter Aventeon und Ecomda, das Spieleunternehmen Millennium 2002 sowie die Unternehmensberatung M-Squad haben sich auf Grund des Wettbewerbs "MobilMedia" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zusammengeschlossen und wollen in der zweiten Jahreshälfte 2002 mit der Umsetzung beginnen. Der Ansatz von Fellini wurde von den Projektteilnehmern zur Förderung im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht.

Das Fellini-Konzept vereint organisatorische und technische Elemente, die kleine und mittelständische Diensteanbieter auf möglichst breiter Ebene unterstützen sollen. Neben dem Aufbau dieser Entwicklungs- und Vermarktungsumgebung werden exemplarisch vier mobile Dienste umgesetzt, die die Funktionsweise der Plattform demonstrieren und erproben sollen. Jeweils ein Informations-, Transaktions-, Unterhaltungsdienst sowie eine Community sollen die Haupterfolgsfaktoren der unterschiedlichen Dienstekategorien verdeutlichen.

Fellini will den verschiedenen Spielern im Mobildienstmarkt signifikante Nutzenpotenziale bieten. Schätzungen zufolge sollen sich Entwicklungs- und Vermarktungszeiten (Time-to-market) um bis zu 40 % und die Kosten sogar um 50 % reduzieren lassen. Die Plattform verspricht den Mittelständlern dabei ein geringeres Risiko sowie höhere Qualität durch marktnahe, bedarfsorientierte Entwicklung und will den Angaben zufolge einen schnelleren und breiteren Marktzugang zu Netzbetreibern und Endkunden gewährleisten.

Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Es soll in einem ersten Schritt im Großraum München realisiert werden und sukzessive zu einem Kompetenzzentrum mit Modellcharakter für ähnliche Initiativen ausgebaut werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Konzept auch an anderen Standorten dupliziert werden. Ein detaillierter Projektplan wird derzeit erarbeitet. Gleichzeitig werden mögliche Finan-zierungsquellen identifiziert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%