Projekt von IBM und Infineon
Einsatz von MRAM-Technologie ab 2005 möglich

Die Technologie-Konzerne IBM und Infineon haben nach eigenen Angaben einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung einer neuen, leistungsfähigeren Speicher-Technologie gemacht. Die so genannten Magnetic Random Acces Memory-Chips (MRAMs) könnten möglicherweise schon 2005 zum Einsatz kommen.

Reuters MÜNCHEN. Die neuen Bausteine ermöglichten es elektronischen Geräten wie PCs, auch nach Abschalten der Stromversorgung ihre Daten zu behalten, teilten IBM und Infineon am Dienstag in München mit. "Mit MRAMs sind Computer vorstellbar, die auf Knopfdruck sofort betriebsbereit sind und sich schnell wie eine Lampe an- und ausschalten lassen." Beide Konzerne präsentieren in dieser Woche in Japan einen 128-Kbit-MRAM-Baustein, der mit 0,18 Mikrometern den Angaben zufolge die kleinste bislang für die Technologie bekannte Struktur aufweist.

Die Infineon-Aktie konnte von der Nachricht profitieren und notierte am Vormittag mit 8,61 Euro um 2 % im Plus, während der Deutsche Aktienindex um 0,6 % zulegte. Aktuell besäßen zwar auch so genannte Flash-Speichersteine die Fähigkeit, Daten ohne Stromversorgung zu sichern, hieß es weiter. MRAMs kombinierten diesen Vorteil aber mit der hohen Speicherkapazität, der Schnelligkeit und den niedrigen Kosten existierender Speicher-Bausteine. Grundprinzip der Technologie sei es, dass die Informationen nicht in Form von elektrischen, sondern magnetischen Ladungselementen gespeichert würden.

IBM und Infineon arbeiten bereits seit über zehn Jahren bei der Entwicklung von Speichern zusammen. In der MRAM-Forschung sind auch Konkurrenten wie Toshiba, Motorola und NEC tätig.

Analysten zufolge würden beide Konzerne mit ihrer Technologie in eine Lücke am Markt stoßen, da die gesamte Computer- und Handybranche Möglichkeiten benötigt, Daten effizienter zu verwalten. "Ich denke, jeder in der Industrie sucht händeringend nach einer universellen Speichertechnologie, die die Anforderungen aller heute eingesetzten unterschiedlichen Produkte erfüllt", sagte Richard Gordon, Branchenexperte bei dem Marktforschungsunternehmen Gartner.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%