Projekte übernommen
Fujitsu Siemens hofft auf Marktanteile

Der deutsch-japanische Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers kann nach der Einschätzung von Vorstandschef Adrian von Hammerstein von der geplanten Fusion der Konkurrenten Compaq und Hewlett-Packard (HP) profitieren und Marktanteile gewinnen.

Reuters MÜNCHEN. Fujitsu Siemens habe bereits Firmenkunden gewonnen, die durch die Fusionspläne verunsichert seien, sagte Hammerstein am Freitag am Rande einer Konferenz in London. "Wir haben wahrscheinlich ein paar Projekte (von HP und Compaq) übernommen. Das fängt erst an. Ich glaube, da gibt es noch erhebliches Potenzial", sagte er. Firmenkunden seien vor allem an lang laufenden Produktlinien interessiert.

Bei den Verkäufen an private Konsumenten konstatierte Hammerstein einen unerwartet starken Umsatz im vierten Quartal 2001. "Der Verkauf an Kunden scheint gut zu laufen, und die Händler geben neue Bestellungen auf." Für den gesamten Computermarkt rechnet der Fujitsu-Siemens-Chef allerdings mit einer Stagnation 2002. "Der Ersatzgerätezyklus ist ein bisschen länger geworden. Mein Gefühl ist, dass der Markt etwa flach sein wird im nächsten Jahr."

Hammerstein wiederholte seine Prognose, wonach das Gemeinschaftsunternehmen der Siemens AG und des japanischen Elektronikkonzerns Fujitsu im laufenden Geschäftsjahr (zum 31. März) wieder schwarze Zahlen schreiben solle. Ob aber beide Geschäftsbereiche, die PC-Sparte und das Firmenkunden-Geschäft, in diesem Jahr profitabel seien, wollte er nicht sagen. Für das nächste Geschäftsjahr werde das angestrebt. Früheren Angaben zufolge rechnet Fujitsu Siemens für 2001/2002 mit einem Vorsteuer-Gewinn von 30 (Vorjahresverlust: 70,9) Mill. ?. Der Umsatz soll bei 5,9 Mrd. ? stagnieren.

Der Verkauf von PCs und Notebooks macht rund 70 % des Umsatzes des in Bad Homburg ansässigen Unternehmens aus. Fujitsu Siemens investiere aber viel in neue Produkte für Firmenkunden wie Server, Datenspeicher und Systeme, um das hochmargigere Geschäft zu stärken. Hammerstein zufolge soll die Firmenkundensparte in ein paar Jahren rund die Hälfte des Umsatzes ausmachen, statt bisher rund 30 %.

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