Projektgeschäft mit Personal-Outsourcing nimmt zu
Große Zeitarbeitsfirmen rechnen mit Wachstum

Die Zeitarbeitsbranche in Deutschland ist wieder auf Wachstumskurs. Zumindest, was die größeren Unternehmen betrifft. Dies stellt das Beratungsunternehmen Lünendonk in einer aktuellen Studie fest. So erwarten die in der Untersuchung befragten 15 umsatzstärksten Zeitarbeits- und Personaldienstleister in diesem Jahr einen Umsatzanstieg von durchschnittlich 9,5 %.

lü DÜSSELDORF. Die Gruppe repräsentiert mit einen Inlandsumsatz von über 2,6 Mrd. Euro im vergangenen Jahr rund 47 % des Marktvolumens. Den Rest teilen sich über 4300 mittelgroße und kleinere, häufig regional und sektoral tätige Zeitarbeitsunternehmen.

Marktführer ist Randstad mit 538 Mill. Euro Umsatz und einen Marktanteil von 9,8 % vor Adecco mit geschätzten 360 Mill. Euro und einem Anteil von 6,5 %, Manpower (5,2 %), Persona Services (5 %) und Dis (4 %). Die Palette der Personaldienstleistungen hat sich, so die Lünendonk-Studie, in den letzten Jahren ständig verbreitert. Zwar dominiere die Arbeitnehmerüberlassung mit durchschnittlich 78 % Anteil den Umsatz der Top 15 der Branche, das Projektgeschäft mit Personal-Outsourcing und-Contracting habe aber bereits den Wert von knapp 11 % erreicht.

Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung habe, so Geschäftsführer Thomas Lünendonk, im vergangenen Jahr zu keiner Belebung des unter der Konjunkturflaute leidenden Zeitarbeitsgeschäfts geführt. So schrumpfte der Markt um 5 % auf rund 5,5 (Vorjahr: 5,8) Mrd. Euro. Die "Top 15" legten dagegen um 2,3 % zu. Die seit Jahresanfang im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgelegten neuen Rahmenbedingungen für Zeitarbeit - dazu gehören zum Beispiel eine an Branchentarife angepasste Entlohnung - werden nach Auffassung von Branchenkennern auch in diesem Jahr nur bei den größeren Unternehmen wieder zu einem Wachstum führen.

So sind in der Branche die Erwartungen an die künftige Geschäftsentwicklung denn auch gespalten. Während die Großunternehmen sich optimistisch zeigen, herrscht bei den mittleren und kleineren Gesellschaften eher Pessimismus vor. Dies ergab eine Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Danach erwarten 85 % der Befragten steigende Personalkosten, 70 % rechnen mit einem Umsatzrückgang.

Quelle: Handelsblatt Nr. 095 vom 17.05.04 Seite 16

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