Projektverschiebungen
P&T Technology wirft Planung über den Haufen

Der Windparkentwickler P&T Technology ist wegen der Verschiebung von Projekten im Ausland auch im zweiten Quartal nicht aus den roten Zahlen gekommen.

Reuters HAMBURG. Für das Gesamtjahr senkte das Unternehmen am Mittwoch seine Umsatz- und Ergebnisprognose und schickte damit seine Aktie auf Talfahrt.

Verzögerungen im Vertrieb ausländischer Windparks hätten im ersten Halbjahr 2002 zu einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,5 Millionen Euro geführt nach einem Gewinn von 0,9 Millionen Euro im Vorjahr, teilte P&T am Mittwoch mit. Der operative Verlust liege damit im zweiten Quartal mit rund 1,3 Millionen Euro auf dem Niveau der ersten drei Monate 2002. Nach Steuern sei im Halbjahr ein Fehlbetrag von 1,4 (Vorjahr plus 0,9) Millionen Euro entstanden. Der Umsatz habe hingegen um 2,4 Prozent auf 46,1 Millionen Euro zugelegt. Für das Gesamtjahr erwarte P&T nunmehr nur noch einen Umsatz von 320 nach zuvor 400 (191,5) Millionen Euro. Auch beim Ebit schraubte die Firma ihre Planung auf elf von 23 (10,4) Millionen Euro zurück.

Die am Neuen Markt gelisteten P&T-Aktien brachen um knapp 30 Prozent auf ein Jahrestief von 2,33 Euro ein. Die Landesbank Baden-Württemberg stufte auf Grund der Prognosekorrektur die P&T-Aktie auf "Verkaufen" von "Akkumulieren" herab.

Die Korrektur der Planzahlen resultiere hauptsächlich aus Projektverschiebungen im Ausland, hieß es zur Begründung. "Die in Griechenland und Polen bereits verkauften Projekte wurden nicht weiter vorangetrieben, da sich die für das zweite Quartal angekündigten Zahlungen des Käufers bisher verzögert haben", sagte Silke Härtl, Leiterin Investor Relations.

"Da wir Verzögerungen weiterer potenzieller Käufer wie geschlossene Fonds für die zweite Jahreshälfte nicht ausschließen können, ist die Umsatz- und Ergebnisplanung von P&T entsprechend gesenkt worden," fügte sie hinzu. Nach Steuern strebe die Gesellschaft für 2002 aber weiterhin schwarze Zahlen an. "Wir gehen unverändert von einem positiven Jahresüberschuss aus", sagte Härtl.

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