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Prominentes Team arbeitet an neuem Unternehmenscodex

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat zur Ausarbeitung neuer Richtlinien für börsennotierte Unternehmen prominente Vertreter der Wirtschaft gewonnen.

dpa BERLIN. Der so genannten Codex- Kommission gehören der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer an, Allianz-Vorstand Paul Achleitner und der Vorstand der Deutschen Börse, Volker Potthoff, an.

Die Aktionäre sind unter anderem durch den Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz, Ulrich Hocker, vertreten. Den Vorsitz des am Freitag in Berlin vorgestellten zwölfköpfigen Gremiums hat ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme.

Die Kommission wird erstmals am 6. September tagen und soll bis Frühjahr 2002 Verhaltensregeln für die Führung und Kontrolle aktiennotierter Unternehmen erarbeiten. Die Regeln sind nicht zwingend, doch müssen Unternehmen, die von dem Codex abweichen, dies öffentlich machen. Däubler-Gmelin bezeichnete es als Ziel, größtmögliche Transparenz für den Anleger zu schaffen und damit auch im Ausland nachhaltiges Vertrauen in den Wert der Unternehmen zu schaffen.

Mit den Richtlinien will die Bundesregierung die Rechte von Aktionären verbessern. Vorstände und Aufsichtsräte sollen stärker zur Verantwortung gezogen werden, wenn der Kapitalmarkt falsch informiert wurde. Bisher müssen sie nur bei vorsätzlichem Handeln haften. Im Gespräch ist unter anderem eine Art Gütesiegel für die Aktiengesellschaften, die sich an den Codex halten. Zudem sollen Kleinanleger ihre Klagen künftig bündeln können, um Prozesskosten und-risiken zu senken.

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