ProSieben: Vorhaben war "nicht anmeldepflichtig"
Bundeskartellamt billigt neue Kirch-Senderfamilie

afp MÜNCHEN. Das Bundeskartellamt hat die geplante Senderfamilie der Kirch-Gruppe und des Axel Springer Verlags mit den Programmen SAT.1, ProSieben, Kabel 1 und N24 nach Darstellung der Firmen genehmigt. Ein ProSieben-Sprecher erklärte am Montag in München, die Behörde bewerte den Zusammenschluss als konzerninterne Umstrukturierung und damit als kartellrechtlich nicht anmeldepflichtiges Vorhaben. Die geplante Verschmelzung solle jetzt auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der ProSieben Media AG und einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung von SAT.1 am 22. August abgesegnet werden. Dann könnten nur noch die Medienanstalten der Länder die neue börsennotierte ProSiebenSAT.1 Media AG entstehende Unternehmen verhindern. Experten erwarten hier allerdings ebenfalls keine Schwierigkeiten.

Durch das Vorhaben erhoffen sich die Sender Einsparungen in Höhe von mindestens 200 Millionen DM pro Jahr. Die Zusammenarbeit soll bei Zielgruppen- und Programmabsprachen, der Mehrfachverwertung von Filmen und Beiträgen, verzahnten Internet-Auftritten, Vorteilen beim Werbezeiten-Verkauf und so genanntem Cross-Marketing Früchte tragen.

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