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Prosiebensat.1 mit Ergebnisverbesserung - Umsatzprognose angehoben

Deutschlands größter TV-Konzern Prosiebensat.1 hat sein Ergebnis vor allem dank Kosteneinsparungen im ersten Halbjahr 2004 deutlich verbessert. "Das erste Halbjahr ist besser verlaufen, als wir geplant hatten", sagte Vorstandschef Guillaume de Posch am Freitag in München. Seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr hob der Konzern wegen des anziehenden Werbemarktes deutlich an. Analysten bewerteten die Zahlen positiv, der Aktienkurs der im Mdax notierten Prosieben-Aktie zog im frühen Handel an.

dpa-afx MÜNCHEN. Deutschlands größter TV-Konzern Prosiebensat.1 hat sein Ergebnis vor allem dank Kosteneinsparungen im ersten Halbjahr 2004 deutlich verbessert. "Das erste Halbjahr ist besser verlaufen, als wir geplant hatten", sagte Vorstandschef Guillaume de Posch am Freitag in München. Seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr hob der Konzern wegen des anziehenden Werbemarktes deutlich an. Analysten bewerteten die Zahlen positiv, der Aktienkurs der im Mdax notierten Prosieben-Aktie zog im frühen Handel an.

Der Umsatz sei im ersten Halbjahr um sechs Prozent auf 932,3 Mill. ? geklettert, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stieg von 58 Mill. auf 187,4 Mill. ?. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich von 5,5 auf 117,3 Mill. ?. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sprang von 42,7 auf 169,7 Mill. ?, der Konzernüberschuss kletterte von 4,1 auf 72,7 Mill. ?. Die Zahlen lagen damit über den vorherigen Schätzungen der Analysten.

Prosieben begründete das Ergebniswachstum nicht nur mit höheren Umsätzen wegen des anziehenden Werbemarktes, sondern auch mit Einsparungen bei Personal, Produktion und in der Verwaltung. Die Bruttowerbeerlöse stiegen um 5,7 % auf 1,6 Mrd. ?. Gleichzeitig wurden die Herstellungskosten um 8 % auf 620,4 Mill. ? zurückgefahren. Die Verwaltungs- und Vetriebskosten sanken um 19 beziehungsweise 14 %.

Umsatzprognose Leicht Angehoben

Bei der Umsatzentwicklung gab sich Prosieben wieder etwas optimistischer als noch zu Jahresbeginn. Obwohl es schwierig sei, Vorhersagen zu machen, rechne der Konzern für 2004 mit einem Wachstum des TV-Werbemarktes um rund zwei Prozent, sagte de Posch. "Für die Prosiebensat.1-Gruppe rechnen wir mit einem Umsatzwachstum, das höher ausfallen wird als das des Marktes." Bislang hatte das Unternehmen nicht mit einem Wachstum des Marktes in diesem Jahr gerechnet. Beim Ergebnis hatte die Fernsehsender-Familie 2004 zulegen wollen. Diese Prognose wurde bestätigt.

Alle Vier Sender MIT Positiven Halbjahres-Ergebnissen

Alle vier TV-Sender der Gruppe hätten ein positives Halbjahresergebnis erzielt, teilte Prosieben weiter mit. Sat.1 verließ im ersten Halbjahr die Verlustzone und fuhr nach einem Minus von fünf Mill. ? im Vorjahreszeitraum einen Vorsteuergewinn von 62,4 Mill. ? ein. Der Umsatz kletterte um 6 % auf 396,9 Mill. ?. Quotenrenner war hier die Übertragung der Fußball-Champions-League.

Stärkster Sender der Familie bleibt Prosieben mit einem Vorsteuerergebnis von 97,9 Mill. ? nach 62,6 Mill. ? im Vorjahr und einem Umsatzplus von 10 % auf 379,7 Mill. ?. Hier punktete unter anderem die Ausstrahlung des Kassenschlagers "Der Schuh des Manitu". Auch der Sender Kabel 1 verbesserte Umsatz und Ergebnis. Der lange defizitäre Nachrichtenkanal N24 schaffte erstmals ein, wenn auch schmales, positives Vorsteuerergebnis von 0,2 Mill. ?. Der Umsatz lag bei 34,8 Mill. ?.

Zahlen Überzeugen Analysten - Kursgewinne

Analysten bewerteten die Geschäftszahlen durchweg positiv. Vor allem Ebit und Überschuss sähen gut aus, hieß es. Das Papier lag gegen 11.00 Uhr mit einem Plus von 3,28 % bei 13,22 ? und setzte sich damit an die Spitze des Mdax . Dieser sank zugleich um 0,42 % auf 4 731,90 Punkte.

Analyst Florian Leinauer von Helaba Trust sagte, die Zahlen seien noch über den Erwartungen ausgefallen. "Das gilt sowohl für die Erlöse als auch für die Kostenentwicklung." Ebenfalls positiv sei die nach oben revidierte Jahresprognose zu werten. Weniger gute Zahlen hätten für den Aktienkurs allerdings "verheerende" Folgen gehabt.

"Es ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass alle Sender in einer Halbjahresperiode profitabel waren", sagte Analyst Ralf Marinoni von equinet. Er bestätigte den positiven Eindruck und die Einstufung mit "Buy".

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