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ProSiebenSat1-Gruppe erzielt Gewinn von 93 Mill. Euro

Die ProSiebenSat1-Gruppe hat in ihrem ersten Geschäftsjahr den Überschuss verglichen mit dem Pro-Forma-Wert des Vorjahres um 15 % auf 93 Mill. Euro gesteigert.

ProSiebenSat.1

-Gruppe will Führung auf dem Fernsehmarkt ausbauen= ddp MÜNCHEN. Die ProSiebenSat.1-Gruppe will ihre «führende Rolle auf dem deutschen Fernsehmarkt weiter ausbauen». Wie der Vorstandsvorsitzende Urs Rohner am Dienstag in Unterföhring weiter feststellte, sei das erste Geschäftsjahr «in jeder Hinsicht sehr erfreulich» für die Gruppe verlaufen. Beide Unternehmen wüchsen zu einem leistungsstarken und effizienten Konzern zusammen, sagte Rohner. Zudem könne die Gruppe nach der Bereinigung ihres Beteiligungsportfolios «völlig unbelastet in das Geschäftsjahr 2001 gehen».

Wie der mehrheitlich der KirchMedia GmbH gehörende Konzern mitteilte, stieg der Überschuss im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um 15 % auf 93 Mio. Euro (181,9 Mio. Mark). Der Konzernumsatz habe um sieben Prozent auf 2,155 Mio. Euro zugenommen. Das Ergebnis vor Steuern im Konzern erhöhte sich den Angaben zufolge um vier Prozent auf 205 Mio. Euro. Darin seien Transaktions- und Integrationskosten in Höhe von insgesamt 27,4 Mio. Euro enthalten. Der Mitteilung zufolge wurde unter anderem die Beteiligung an dem angeschlagenen Internet-Versandhandelsunternehmen LetsBuyIt.com mit rund 15 Mio. Euro wertberichtigt.

Ein Dividendenvorschlag soll am 9. April veröffentlicht werden. An der Börse wurden die Zahlen in ersten Reaktionen gut aufgenommen. Der Vorsteuergewinn sei «besser als erwartet», so ein Beobachter. Der Umsatz bewege sich im Rahmen der Erwartungen.

Hauptumsatz- und Ergebnisträger der Gruppe ist das Fernsehgeschäft. Über 97 % der gesamten Umsatzerlöse entfielen den Angaben zufolge auf die vier Fernsehsender der Gruppe (Sat.1, ProSieben, Kabel 1 und N24). Das operative Ergebnis im Fernsehen habe sich im Vergleich zu den Pro-forma-Daten des Vorjahres um 33 % auf 288 Mio. Euro erhöht. Die Umsatzrendite der Senderfamilie sei von 11 auf 14 % gestiegen.

Wie Rohner sagte, entwickle sich Sat.1 (Umsatz 971 Mio. Euro) mit einem um 46 % auf 38 Mio. Euro gestiegenen Vorsteuerergebnis zu einem «echten Leistungsträger». Bei ProSieben (Umsatz: 866 Mio. Euro) stieg das Ergebnis vor Steuern den Angaben zufolge um 15 % auf 257 Mio. Euro. Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 30 %. Damit sei ProSieben das «mit Abstand profitabelste Fernsehunternehmen Deutschlands». Rohner zufolge wurden im Stammgeschäft Fernsehen die Planungen nach einem verhaltenen Start noch übertroffen. Die Ertragsstärke des Fernsehgeschäfts biete die Grundlage für die weitere Erhöhung der Profitabilität der gesamten Gruppe.

Die Bereiche Multimedia, Merchandising und Dienstleistungen steuerten den Angaben zufolge drei Prozent zum Konzernumsatz bei. Im Multimedia-Bereich sei das operative Ergebnis auf Grund von Investitionen von minus drei Mio. Euro plangemäß auf minus zehn Mio. Euro zurück gegangen. Im Bereich Dienstleistungen sei ein Umsatz von 129 Mio. Euro erwirtschaftet worden. Das operative Ergebnis habe wegen der Investitionen in den Ausbau von ddp minus vier Mio. Euro nach minus einer Mio. Euro im Vorjahr betragen. In der ProSiebenSat.1-Gruppe waren Ende vergangenen Jahres fast 3 200 Mitarbeiter beschäftigt.

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