Prospekthaftungsansprüche
Anlegerschützerin verklagt Telekom auf Schadenersatz

Die Deutsche Telekom sieht sich nach dem Verfall ihres Aktienkurses mit einer Sammelklage von enttäuschten Anlegern konfrontiert.

ddp/vwd MÜNCHEN. Die Münchener Anlegerschützerin und Rechtsanwältin Daniela Bergdolt hat die Telekom im Auftrag zahlreicher Aktionäre auf Schadenersatz verklagt. Ihre Mandanten hätten aus der dritten Tranche der Telekom im Juni 2000 Aktien erworben, teilte Bergdolt, bayerische Landesgeschäftsführerin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), am Dienstag mit.

Die Klage stütze sich auf Prospekthaftungsansprüche. So sei im Emissionsprospekt zur Kapitalerhöhung das Immobilienvermögen der Telekom mit rund 4 Mrd. DM zu hoch bewertet worden. Bereits im Februar 2001 habe die Telekom das Immobilienvermögen mit 2 Mrd. Euro pauschal wertberichtigen müssen. Nach Auffassung von Bergdolt gibt es zahlreiche Anhaltspunkte, dass diese Wertberichtigung bereits im Emissionsprospekt hätte erfolgen müssen. Die Bonner Staatsanwaltschaft habe bereits die Ermittlungen aufgenommen.

Eine Klage gegen die Deutsche Bank schloss Bergdolt nicht aus. Diese habe zu Beginn der vergangenen Woche eine Kaufempfehlung für die Telekom-Aktie herausgegeben und einen Tag später ein großes Aktienpaket im Kundenauftrag verkauft. Analysten müssten für ihre Kaufempfehlungen zur Verantwortung gezogen werden, sagte Bergdolt.

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