Prostataoperation nach Krebserkrankung
Staat muss Viagra für Beamte bezahlen

Beamte, die aus medizinischen Gründen das Potenzmittel Viagra benötigen, haben Anspruch auf finanzielle Beihilfe des Staates. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Oberverwaltungsgerichts Koblenz hervor.

WiWo/ap KOBLENZ. Ausgeschlossen sei die staatliche Beihilfe lediglich in Fällen, in denen "alters- oder konstitutionsbedingte Schwächen" durch Viagra behoben werden sollen. Im vorliegenden Fall hatte ein Beamter auf Kostenbeihilfe geklagt, weil die zuständige Oberfinanzdirektion für die blauen Pillen nicht zahlen wollte.

Der Staatsdiener hatte sich zuvor wegen einer Krebserkrankung einer Prostataoperation unterziehen müssen und litt seither unter einer erektilen Dysfunktion. Wie eine Uniklinik ihm bescheinigte, kam zur Behandlung dieser Erektionsstörung lediglich der Einsatz von Viagra in Frage.

Die Koblenzer Richter erklärten nun, es sei rechtlich nicht vertretbar, das Potenzmittel von der einem Beamten bei Krankheit geschuldeten Beihilfe auszuschließen. (Aktenzeichen 2 A 11755/01 OVG)

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