Protect-Bonus-Zertifikate sind bei Anlegern beliebt
Gewinnen auch in der Börsenflaute

"Kommt der Aufschwung?" Das fragen sich Anleger schon seit einiger Zeit. Selbst, wenn sie optimistisch sind und stabile Aktienmärkte erwarten, schwingt dennoch immer ein Quäntchen Unsicherheit mit. In einem solchen Marktumfeld - grundsätzliche Stabilität mit gewissen Risiken - sind Bonus-Zertifikate mit Sicherheitspuffer eine interessante Form der Geldanlage.

Seit April 2003 gibt es diese neuen Zertifikate, und von Anfang an waren sie bei Privatanlegern sehr beliebt. So wurden Protect-Bonus-Zertifikate bei verschiedenen Leserumfragen und von Fachjurys zum innovativsten Finanzprodukt 2003 gewählt. Das Prinzip: Mindestgewinne, selbst wenn Kurse leicht fallen - unbegrenzte Gewinne bei steigenden Kursen.

Bei Bonus-Zertifikaten können Anleger in Deutschland inzwischen unter ungefähr 150 verschiedenen Produkten wählen. Indirekt investieren sie damit in einen Index - den Dow Jones, EURO STOXX 50 oder den NIKKEI 225. Aber auch Rohstoffmärkte lassen sich mit Zertifikaten erschließen. Genauso gibt es Bonus-Zertifikate auf Aktien von großen deutschen und europäischen Unternehmen.

Ob Index oder einzelne Aktie - zum Schutz des Anlagekapitals sind die jeweiligen Bonus-Zertifikate mit einer so genannten Protect-Funktion ausgestattet. Anleger haben in jedem Fall einen Anspruch auf Zahlung des eingesetzten Kapitals zuzüglich Bonus, also den Mindestgewinn des Investments. Bedingung dafür: Der Kurs des Index oder der Aktie hat während der Laufzeit ein bestimmtes Niveau nicht unterschritten. Am Chart betrachtet bedeutet das: Bonus-Zertifikate sind die richtigen Instrumente zum Geldverdienen, wenn die Kurse seitwärts laufen, leicht steigen oder geringfügig sinken. Da Bonus-Zertifikate in der Regel eine Laufzeit zwischen drei und sechs Jahren haben, ist eine mittelfristige Markteinschätzung wichtig.

Besonders komfortabel für die Anleger: Auch bei starkem Kursanstieg haben sie sich mit einem Bonus-Zertifikat richtig entschieden, denn sie müssen nicht auf die hohen Gewinne verzichten: Den Bonus bekommt der Anleger ohnehin, aber auch darüber hinaus nimmt er 1:1 am Kursgewinn teil. Und zwar nach oben unbegrenzt. Der Preis für die Kombination aus Chance und Sicherheit in ein und demselben Produkt: Im Gegensatz zu Aktien werden für Zertifikate keine Dividenden ausgeschüttet.

Index oder Einzelaktien als Basis

Wer sich nicht auf eine einzelne Aktie festlegen will, für den eignen sich Bonus-Zertifikate auf einen Index. Das Investitionsrisiko ist damit auf einen ganzen Markt verteilt: Kursschwächen bei einzelnen Aktien werden von Boomwerten ausgeglichen. Haben Privatanleger Unternehmens-Aktien im Blick, die sie durch eine Tageszeitung oder ein Anlegermagazin regelmäßig verfolgen und sich eine Meinung zum Kurs-Verlauf bilden können, so eignen sich auch Allianz, DaimlerChrysler oder andere große Werte als Basis für ein Zertifikat.

Welches Zertifikat darf?s denn sein? Entscheidend für die Produktauswahl sollte der Sicherheitspuffer sein: Ein deutlicher Kurseinbruch sollte in jedem Fall abgefedert werden. Zur Orientierung kann ein Blick auf die vergangenen fünf Jahre dienen.

Zu kaufen sind Bonus-Zertifikate bei allen Banken und Sparkassen. Kunden von Direktbanken können den Kauf auch direkt über das Internet in Auftrag geben. Auch der Verkauf ist jederzeit möglich, da die Anbieter börsentäglich für aktuelle An- und Verkaufskurse sorgen. Steuerlich werden alle Zertifikate wie Spekulationspapiere behandelt: Das Anlagekapital ist durch die Protect-Funktion geschützt, aber nicht garantiert. Somit sind Kursgewinne nach zwölf Monaten steuerfrei.

Bonus, Risikopuffer und unbegrenzte Gewinnchancen - das sind die wesentlichen Vorteile von Bonus-Zertifikaten. Statt direkt in Aktien zu investieren, lohnt es sich für Anleger also, einmal Zertifikate genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn grundsätzlich gilt: Zum Zeitpunkt der Fälligkeit notiert das Zertifikat nie schlechter als die Aktie selbst. Im besten Fall gelingt mit Bonus-Zertifikaten jedoch das scheinbar Unmögliche: Auch ohne einen Anstieg der Aktienkurse Geld zu verdienen.

Der Autor ist Leiter Marketing Derivate bei Sal. Oppenheim.

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