Protest-Aufruf an Fans
Napster holt zum Gegenangriff aus

Die Musiktauschbörse Napster holt zum Gegenangriff aus. Nachdem es gescheitert war, urheberrechtlich geschützte Werke pünktlich vom Markt zu nehmen, rief das Unternehmen seine Fans zum Protest auf.

dpa-afx HAMBURG. Wer die Homepage am Freitag ansteuerte, sah ein Fenster mit dem Aufruf, dem Napster-Netz beizutreten.

Die Nutzer können angeben, ob sie einen Brief oder eine E-Mail schreiben wollen, um Napster zu unterstützen, oder sich an einen Politiker wenden. Im Fenster heißt es: "Napster ist unter Beschuss! Die Plattenindustrie wird nicht stoppen, bis der Datentausch geschlossen ist". Wer dann seine E-Mail-Adresse eingibt, wird aufgefordert: "Lass uns wissen, was du tun willst und wir werden Dir sagen, was Du wann tun kannst." Weiter heißt es, die gerichtlichen Entscheidungen "werfen mehr Fragen auf als sie beantworten".

Bei Napster waren am Freitag trotz besserer Datenfilter weiterhin geschützte Songs erhältlich. Die Zahl der zum Tausch angebotenen Lieder sei jedoch um mehr als die Hälfte gesunken, berichteten mehrere internationale Internetmagazine am Freitag. Napster beantragte eine weitere richterliche Anhörung. Die von der Musikindustrie erwirkte 72-Stunden-Frist zur Sperrung einer Liste von 135 000 urheberrechtlich geschützter Werke war am Mittwoch abgelaufen.

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