Protest eingelegt
Feyenoord-Spieler vor UEFA-Cup-Finale gedopt

Vor dem UEFA-Cup-Finale gegen Borussia Dortmund am Mittwoch in Rotterdam sorgt beim niederländischen Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam ein Doping-Fall für Schlagzeilen. Der 21-jährige Pole Euzebiusz "Ebi" Smolarek ist nach dem UEFA-Cup-Viertelfinale gegen den PSV Eindhoven am 21. März positiv auf Cannabinol, ein Cannabis-Abfallprodukt, getestet worden.

dpa ROTTERDAM. Wie niederländische Zeitungen am Montag berichten, ist auch die B-Probe des jungen Stürmers aus Lodz positiv. Smolarek, der sich noch Hoffnungen auf einen WM-Einsatz für Polen macht, hat in dieser Saison 28 Spiele für Rotterdam bestritten und dabei drei Tore erzielt. In Smolareks Urin wurden 20,3 Nanogramm pro Milliliter Cannabinol festgestellt; 15 sind erlaubt. Dennoch bestreitet der Stürmer Drogen- Konsum in irgendeiner Form. "Ich habe weder Hasch noch Gras oder anderes Zeugs geraucht. Ich rauche nicht, schon gar keine Drogen", erklärte Smolarek auf seiner Homepage.

Mit Unterstützung von Feyenoord-Manager Jan D. Swart legte der Spieler Protest ein, noch bevor sich die Europäische Fußball-Union (UEFA) über ein Strafmaß geäußert hat. Die gefundene Substanz könne auch in Schokoladenriegeln mit Hanfsamen vorkommen, sagte Swart und hofft, dass sein Smolarek mit einer Verwarnung davonkommt. In den Niederlanden stehe Cannabis ohnehin nicht auf der Dopingliste des Fußball-Verbandes. In einem ähnlichen Fall vor zwei Jahren war der in Diensten von Borussia Mönchengladbach stehende Holländer Quido Lanzaat nach Haschisch-Konsum für drei Monate gesperrt worden.

Nebensache war angesichts der Doping-Vorwürfe und des bevorstehenden UEFA-Cup-Finales Feyenoords 0:0 im letzten Saisonspiel bei Willem II Tilburg. Rotterdam war der dritte Platz in der Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Deshalb setzte Trainer Bert van Marwijk mit Kapitän Paul Bosvelt und dem polnischen Nationalspieler Tomas Rzasa nur zwei Stammkräfte ein. Für den gesperrten Bret Emerton wurde Chris Gyan als rechter Verteidiger getestet, für den verletzten Robin van Persie spielte der Brasilianer Leonardo. Mit der Rückkehr des ebenfalls verletzten Mittelfeldspielers Patrick Paauwe wird am Mittwoch gegen Dortmund gerechnet.

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