Protest gegen Gewalt in Palästinenser-Gebieten
Marokko bricht Beziehungen zu Israel ab

Reuters RABAT. Marokko hat am Montag nach offiziellen Angaben seine diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen. In einer von der staatlichen Nachrichtenagentur MAP veröffentlichten Erklärung heißt es, damit protestiere das Land gegen die israelische Gewalt gegen Zivilisten in den palästinensischen Gebieten. Israel habe mit seiner Entscheidung, eine Auszeit im Nahost-Friedensprozess zu nehmen, eine unnachgiebige Haltung gezeigt.
Die diplomatische Vertretung Marokkos im israelischen Tel Aviv und das Verbindungsbüro Israels in der marokkanischen Hauptstadt Rabat würden geschlossen.

Marokko vermittelte seit den 70er Jahren zumeist im Hintergrund zwischen Israel und den arabischen Staaten. Seit 1994 unterhielt es offizielle Beziehungen zu Israel. Bei einem Gipfeltreffen hatten die arabischen Staaten am Wochenende in Kairo festgehalten, dass als Reaktion auf das israelische Vorgehen gegen die Palästinenser die Zusammenarbeit mit Israel eingefroren werden soll. Sie war seit Beginn der Nahost- Friedensverhandlungen vor sieben Jahren aufgenommen worden. Tunesien brach seine Beziehungen noch am Sonntag ab. Israels Ministerpräsident Ehud Barak hatte nach dem arabischen Gipfel eine Unterbrechung des Friedensprozesses angekündigt.

Bei dem seit mehr als drei Wochen anhaltenden Aufstand in den Palästinenser-Gebieten kamen bislang mindestens 127 Menschen ums Leben, bis auf acht handelt es sich um Araber.

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