Proteste bisher weitgehend ausgeblieben
Atommüll auf Weg nach La Hague

Auf ihrem Weg in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague sind am Mittwochmorgen fünf Castor-Behälter aus den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Stade in Nordrhein-Westfalen angekommen.

ap BRUNSBüTTEL. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes wurden die Züge aus den beiden Kraftwerken in Schleswig-Holstein und Niedersachsen in Maschen bei Hamburg zusammengekoppelt. In Wörth in Rheinland-Pfalz sollen die Behälter mit Atommüll-Waggons aus Neckarwestheim, Mülheim-Kärlich und Philippsburg zusammengekoppelt werden und abends die französische Grenze passieren.

Der Transport aus dem Norden setzte bis gegen 9 Uhr ohne Störungen seinen Weg Richtung Süden fort. Beim Transport aus Brunsbüttel nach Maschen hatte es zuvor gegen Mitternacht eine Protestaktion gegeben. Im Hamburger Stadtteil Eidelstedt hielten laut BGS rund 20 Atomkraftgegner den Zug auf. Die Blockade sei aber nach einer Viertelstunde aufgelöst worden.

Am frühen Mittwochmorgen blockierten zudem rund 150 Atomkraftgegner bei Uelzen in Niedersachsen die Gleise, so dass der Zug umgeleitet wurde, wie die Initiative "X-tausendmal Quer" mitteilte. Nach BGS-Angaben wurde das Fortkommen des Zugs durch die Aktion nicht behindert.

Der Transport traf nach Mitternacht in Maschen ein und wartete dort auf die Waggons aus Stade. Gegen 2.10 Uhr startete dann der Transporter aus Stade. Er kam rund eine Stunde später in Maschen an.

Nach Informationen der Hamburger Bürgerschaftsgruppe Regenbogen ist auch ein Transport aus Mülheim-Kärlich geplant. Aus Philippsburg sollen schließlich 24 abgebrannte Brennelemente nach La Hague gebracht werden. Insgesamt sollen damit neun Behälter nach La Hague rollen.

Erst am frühen Dienstagmorgen waren drei Behälter mit Atommüll aus dem baden-württembergischen Neckarwestheim in Richtung der britischen Anlage Sellafield gestartet. Im pfälzischen Wörth sollen sie mit den Waggons Richtung La Hague zusammengekoppelt werden und dort die Grenze zu Frankreich passieren.

Nach Informationen des französischen Netzwerks für den Atomausstieg soll der Konvoi am Mittwoch gegen 19 Uhr die Grenze im elsässischen Lauterburg passieren. Am späteren Abend werde der Transport in Lothringen getrennt. Die neun Container sollen den Angaben zufolge am Donnerstag gegen 11 Uhr den Verladebahnhof La Hague in der Normandie erreichen. Drei Atom-Behälter rollen nach Dünkirchen, wo sie in Richtung Sellafield verschifft werden sollen.

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