Proteste nehmen zu
Pakistan: Demonstrationen gegen die USA

Mehrere tausend islamische Fundamentalisten haben am Donnerstag in der pakistanischen Stadt Peschawar gegen die USA und für den Moslemextremisten Osama Bin Laden demonstriert, der als Urheber der Anschläge in den USA verdächtigt wird.

afp ISLAMABAD. Die Menge rief Sprüche wie "Tod für Amerika" und "Lang lebe Osama". Die rund 3000 Demonstranten waren von pakistanischer Polizei umringt, die mit Schlagstöcken und Tränengas ausgerüstet war. Peschawar liegt im Nordwesten Pakistans in der Nähe der afghanischen Grenze.

Der pakistanische Militärmachthaber Musharraf hat den USA die völlige Unterstützung bei der Jagd auf Bin Laden zugesagt. Washington hatte die Führung in Islamabad gebeten, für mögliche Angriffe auch den pakistanischen Luftraum benutzen zu dürfen.

Außerdem baten die USA laut Musharraf um logistische Unterstützung und Geheimdienstinformationen. Die beiden größten pakistanischen Parteien haben Musharraf zwar ihre Unterstützung zugesichert, im Falle eines von Pakistan unterstützten Krieges gegen Afghanistan werden aber dennoch eine schwere Krise und Unruhen in Pakistan befürchtet. Die moslemische Bevölkerung steht einem Angriff auf das Nachbarland überwiegend skeptisch bis ablehnend gegenüber. Pakistan war bislang der engste Bündnispartner der Taliban.

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