Proteste und Blockaden in Italien
Europaweiter Streik bei Fiat

In ganz Europa sind am Montag Beschäftigte des angeschlagenen Fiat-Konzerns in einen zweistündigen Ausstand getreten. Zu dem "Fiat European Action Day" hatte in der vergangenen Woche der europäische Dachverband der Metallgewerkschaften aufgerufen.

HB/dpa ROM. Mit dem Streik wollen die Arbeiter ihre Solidarität mit den Fiat-Beschäftigten in Italien bekunden, die von den insgesamt über 8 000 Stellenkürzungen des hochverschuldeten Unternehmens betroffen sind.

"Die Situation bei Fiat in Europa ist sehr ernst. Niemand kann es sich erlauben, einfach nur zuzuschauen; deshalb haben wir in allen Ländern zur Mobilisierung aufgerufen", sagte der Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbundes, Reinhard Kuhlmann, in Turin. In ganz Italien kam es erneut zu Arbeitsniederlegungen.

Allein im Fiat-Hauptwerk Mirafiori in Turin beteiligte sich nach Gewerkschaftsangaben rund 70 % der Belegschaft an dem Ausstand. Im sizilianischen Termini Imerese, wo in der vergangenen Woche vorübergehend eine ganze Fabrik geschlossen wurde, blockierten etwa 100 Arbeiter die Bahngleise und beeinträchtigten so den Zugverkehr der Linie Palermo-Messina.

Fiat hatte im Rahmen eines umstrittenen Sanierungsplans in der vergangenen Woche mit dem Abbau von zunächst 5 600 Arbeitsplätzen begonnen. Die restlichen 2 500 Stellenkürzungen sollen im Sommer 2003 erfolgen. Die Gewerkschaften fordern neue Verhandlungen mit der Fiat-Führung, nachdem zuletzt Vorstandschef Gabriele Galateri zurückgetreten war. Seinen Posten hat der bisherige Generaldirektor Alessandro Barberis übernommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%