Protestgruppen sollten sich nicht von Desperados missbrauchen lassen
Schröder verurteilt Ausschreitungen in Göteborg

rtr GÖTEBORG. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Ausschreitungen beim EU-Gipfel im schwedischen Göteborg scharf verurteilt. Es gebe mittlerweile bei allen internationalen großen Ereignissen "Desperados", die es ohne jeden politischen Hintergrund nur auf Gewalt anlegten, sagte Schröder am Freitagabend in Göteborg. Gegen die Gewalttäter müsse mit aller Härte vorgegangen werden. Unter diesen befänden sich ohne Zweifel auch Deutsche. Seine volle Solidarität gelte den verletzten Polizisten, sagte Schröder weiter. Die Nicht-Regierungsorganisationen müssten sich überlegen, ob sie ihre Demonstrationen weiter "von einer Hand voll Desperados" missbrauchen lassen sollten.

Bei den Straßenschlachten von Kapitalismus- und Globalisierungsgegnern mit der Polizei sind nach Krankenhausangaben zwei Menschen verletzt worden. Zuvor hatte der schwedische Fernsehsender TV4 berichtet, dass ein Polizist durch einen Schuss verletzt worden sei.

Bei dem Gipfel war es sowohl am Donnerstag als auch am Freitag zu Ausschreitungen gekommen. Wegen der Krawalle änderten die schwedischen Gipfel-Gastgeber das Programm der Tagung und quartierten aus Sicherheitsgründen die Delegationen mehrerer EU-Länder samt Regierungschefs aus ihren Hotels in der Innenstadt aus. Die Delegationen wurden in Hotels am hermetisch abgeschirmten Tagungsgelände verlegt.

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