Provisionsgeschäft wird ausgebaut
Gontard & Metallbank rechnet nach Rekord mit schwächerem Ergebnis

Die Gontard & Metallbank will ihre Geschäfte in Europa ausbauen und eine eigene Onlinebank im Markt etablieren. Während das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Bruttogewinn von 52,796 Mill. Euro endete, rechnet die Bank in Zukunft mit niedrigeren Gewinnen.

Reuters/HB FRANKFURT. Die Gontard & Metallbank hat im Geschäftsjahr 1999/2000 nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis erzielt. Der Vorsteuergewinn betrage 52,796 Mill. Euro, verglichen mit 29,806 Mill. Euro im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 30. September 1999, sagte Vorstandsvorsitzender Lothar Mark am Mittwoch bei Vorlage der Bilanz in Frankfurt. Der Jahresüberschuss wurde mit 26,679 (16,286) Mill. Euro angegeben.
Für das kommende Geschäftsjahr geht die Bank jedoch von einem deutlich schwächeren Ergebnis aus. Man wolle das schwankungsanfällige Handelsgeschäft zurückfahren und vor allem im Provisionsgeschäft Ergebnis erzielen. Erst im Geschäftsjahr 2001/02 werde die Bank wieder an das jetzige Ergebnis anknüpfen.

Beim Vorsteuergewinn geht die Bank im Geschäftsjahr 2000/01 von einem Rückgang auf 38,3 Mill. Euro aus, beim Jahresüberschuss von einem Rückgang auf 204 Mill. DM begründete dies mit geplanten Umstrukturierungen im Zusammenhang mit der stärkeren Konzentration auf das Provisionsgeschäft.

Online-Bank in Kooperation mit Heyde AG

Zur Ausweitung ihres Geschäftes will die Gontard & Metallbank eine eigene Online-Bank gründen, die Mitte 2001 ihre Arbeit aufnehmen soll. Partner sei die am Frankfurter Neuen Markt notierte Heyde AG, mit einem möglichen dritten Partner werde verhandelt. Die Online-Bank solle im Geschäftsjahr 2002/2003 mit einem Vorsteuergewinn von zwei Mill. Euro schwarze Zahlen schreiben. Außerdem baue die Bank ein eigenes zehnköpfiges Research-Team auf, hieß es weiter.

Neben ihrem Kerngeschäft, der Betreuung von Börsengängen vor allem an den Neuen Markt, will sich die Bank künftig auch im so genannten Emissionsfolgegeschäft engagieren. Kapitalerhöhungen, Mitarbeiter-Optionsprogramme oder die Umplatzierung von Aktien sind Mark zufolge ein lukratives Geschäft.

Den Zinsüberschuss gab die Bank für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 20,987 (10,681) Mill. Euro an. Das Provisionsergebnis verbesserte sich auf 43,0 (30,68) Mill., beim Handelsergebnis legte die Bank auf 44,51 (18,48) Mill. Euro zu. Es werde eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro pro Aktie vorgeschlagen, zuzüglich einer Steuergutschrift in Höhe von 0,26 Euro.

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