Provisionsüberschuss und Handelsergebnis rückläufig
DG Bank startet schlecht ins erste Quartal

Die DG Bank AG, Frankfurt, ist mit zum Teil kräftigen Ertragseinbußen in das Geschäftsjahr 2001 gestartet. Wie der stellvertretende Vorstandssprecher Uwe E. Flach am Mittwoch in Frankfurt sagte, brach das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im ersten Quartal um 77 % auf rund 48,7 Mio DEM ein.

vwd FRANKFURT. Zwar habe das Vorjahresquartal wegen der seinerzeitigen "exzellenten Kapitalmarktverfassung" ein Rekordergebnis für die DG Dank bedeutet, so Flach. Allerdings habe die schwierige Marktverfassunng besonders im Wertpapiergeschäft in den ersten drei Monaten 2001 deutliche Spuren in der Gewinn- und Verlustrechnung hinterlassen.

So haben sich sowohl der Provisionsüberschuss um 39 % auf 100,7 Mio EUR als auch das Handelsergebnis vermindert. Letzteres hat sich mit 84,5 Mio DEM mehr als halbiert. Beim Handelsergebnis haben sich Flach zufolge die hohe Volatilität des DAX sowie die anhaltende Schwächephase des Neuen Marktes besonders negativ auf das Wertpapierkommissions- und-konsortialgeschäft ausgewirkt. Neben den AG-Zahlen werde sich diese Entwicklung auch beim Konzernergebnis (ohne DG Bank) im ersten Quartal bemerkbar machen, das "einen Pegelstand von 20 % unter Vorjahresniveau" aufweisen werde. Abschließende Zahlen lagen indes noch nicht vor.

Fusion belastet

Auf Grund der Entwicklung im ersten Quartal sieht Flach die DG Bank derzeit in einer "schwierigen Etappe". Zwar dürfe das Quartalsergebnis nicht einfach hochgerechnet werden, dennoch dürfte das Jahr 2001 "kaum Platz für große Gewinnsprünge bieten". Zusätzlich zur allgemeinen Marktschwäche habe die DG Bank auch die Folgen der Fusion zu verkraften, fügte Flach mit Blick auf den Zusamenschluss mit der GZ-Bank zum neuen genossenschaftlichen Spitzeninstitut DZ-Bank hinzu. Daher werde auch der konsolidierte Abschluss der DZ-Bank "eher weiteren Belastungen ausgesetzt sein".

Flach zufolge kommt es für die fusionswilligen Institute nun darauf an, mittelfristig Ertrags- und Kostensynergien zu heben. "Diese historische Chance werden wir nutzen", sagte der designierte stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DZ-Bank. Die jährlichen Synergien der Fusion bezifferte Flach auf 400 Mio DEM. Im ersten Jahr des Zusammenschlusses werde diesem Wert allerdings ein Restrukturierungsaufwand in gleicher Höhe gegenüberstehen. Die Fusionsgespräche liegen Flach zufolge "voll im Zeitplan". Das Ziel der juristischen Verschmelzung beider Institute Anfang September werde seiner Ansicht nach erreicht werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden der GZ-Bank und designierten Vorstandschef der DZ-Bank, Ulrich Brixner, bezeichnete Flach als sehr partnerschaftlich und zielorientiert. Die Bennenung der Vorstandsmitglieder wird auf der kommenden Sitzung des DG-Bank-Aufsichtsrats am 9. Juli erfolgen. Auch die Größe des Führungsgremiums werde zu diesem Termin entschieden. Der Verschmelzungsvertrag inklusive Umtauschverhältnis sollen Flach zufolge bis Mitte Juni vorgelegt werden. Zu möglichen betriebsbedingten Kündigungen im Zuge des Mergers wollte sich Flach unter Verweis auf laufende Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen beider Institute nicht näher äußern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%