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Prozess gegen Pfahls erst 2005

dpa AUGSBURG. Der Prozess gegen den Ex-Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung soll Anfang 2005 in Augsburg beginnen. Pfahls ist derzeit in Paris inhaftiert, wo er nach fünf Jahren Flucht vor vier Wochen verhaftet worden war.

dpa AUGSBURG. Der Prozess gegen den Ex-Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung soll Anfang 2005 in Augsburg beginnen. Pfahls ist derzeit in Paris inhaftiert, wo er nach fünf Jahren Flucht vor vier Wochen verhaftet worden war.

Der Vorsitzende Richter in dem Verfahren, Maximilian Hofmeister, sagte am Montag, wegen der umfangreichen Vorbereitung des Verfahrens werde der Prozessbeginn vermutlich Mitte Januar 2005 sein.

Pfahls soll 1991 im Zusammenhang mit dem Verkauf von Spürpanzern an Saudi-Arabien von dem nach Kanada geflüchteten Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber 3,8 Mill. DM (1,94 Mill. ?) Bestechungsgeld kassiert und nicht versteuert haben.

Wann Pfahls ausgeliefert wird, blieb weiter offen. Pfahls Anwalt Volker Hoffmann konnte einen möglichen Auslieferungstermin seines Mandanten bereits im September - wie vom Magazin "Focus" berichtet - auch am Montag nicht bestätigen. Er habe trotz Nachfrage bei der Pariser Staatsanwaltschaft bislang keine entsprechende Information erhalten, sagte er der dpa in Mainz.

Auch Hofmeister erklärte, dem Augsburger Gericht liege keine offizielle Information aus Frankreich vor, wie die Auslieferung des 61-Jährigen zeitlich ablaufen werde. "Dass wir im Herbst noch mit dem Prozess anfangen, ist wohl hinfällig", sagte er. Hoffmann werde jetzt die Möglichkeit gegeben, die 175 Aktenordner umfassenden Prozessakten mit rund 30 000 Seiten in Augsburg einzusehen. Inzwischen wurde der Augsburger Pflichtverteidiger von Pfahls, Gerhard Decker, aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt entbunden. Zu der Länge des Verfahrens gegen Pfahls meinte Hofmeister, es werde davon abhängen, ob und wie Pfahls aussage. Gegenwärtig sei nicht absehbar, wie viele Zeugen geladen werden müssten.

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