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Prozess gegen „Shelter Now“-Mitarbeiter

Der Prozess gegen die in Afghanistan wegen verbotener christlicher Missionierung inhaftierten Entwicklungshelfer wird möglicherweise an diesem Dienstag oder Mittwoch beginnen.

dpa ISLAMABAD/KABUL. Das sagte der afghanische Botschafter in Pakistan, Abdul Salam Zaeef, am Montag vor Journalisten in Islamabad. Nach seinen Angaben werden Journalisten, Verwandte der Angeklagten und Diplomaten das Verfahren gegen die vier Deutschen, zwei Amerikaner und zwei Australier vor dem Obersten Gerichtshof beobachten können.

Weiter berichtete der Diplomat, dass die Urteile gegen die acht ausländischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Shelter Now" anders ausfallen dürften als gegen die mitangeklagten 16 einheimischen. "Wir werden das Islamische Recht befolgen. Anklage und Verteidigung werden den Gesetzen entsprechen", sagte er.

Nach einem Dekret des radikal-islamischen Taliban-Regimes werden Ausländer, die in Afghanistan für ihre Religion werben, nach einer kurzen Haftstrafe des Landes verwiesen. Dagegen droht einheimischen Moslems, die zu einer anderen Religion konvertieren, die Todesstrafe.

Vertreter der Taliban überreichten am Montag Akten und Beweismittel dem Obersten Gericht in Kabul, hieß es im afghanischen Außenministerium. Die private afghanische Nachrichtenagentur AIP hatte zunächst berichtet, der Prozess würde bereits an diesem Montag beginnen.

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