Prozess in Berlin
Mutter ließ zweijährigen Sohn verdursten

Wegen Mordes an ihrem 2-jährigen Sohn muss sich von diesem Mittwoch an eine 22 Jahre alte Frau in Berlin vor Gericht verantworten.

HB/dpa BERLIN. Die Polizei hatte das Kind am 5. Januar dieses Jahres mumifiziert und zusammengekauert in einer völlig verwahrlosten Wohnung im Stadtteil Wilmersdorf gefunden. Es war am 27. November 2001 gestorben. Angeblich hatte die aus Russland stammende Frau ihren Jungen verdursten lassen.

Tagelang soll die Angeklagte laut Staatsanwaltschaft ihrem Sohn nichts zu essen und zu trinken gegeben haben. Den Ermittlungen zufolge musste der Junge sterben, weil er dem leiblichen Vater ähnlich gesehen habe. Vor der Polizei soll die Angeklagte ihren neuen Freund als Grund für die Vernachlässigung des kleinen Sohnes genannt haben. Im November 2001 war sie zu dem Mann gezogen.

Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, nachdem sich im Haus starker Verwesungsgeruch bemerkbar gemacht hatte. Die im Jahr 2000 wegen eines Drogendeliktes zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Frau war längere Zeit von Ämtern betreut worden. Die Hilfe wurde schließlich eingestellt, nachdem die Frau als stabil galt.

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