Prozess ohne Öffentlichkeit
Jugendlicher erdrosselte 13-Jährige

Vor dem Bielefelder Landgericht hat am Dienstag ein 18-Jähriger gestanden, eine 13 Jahre alte Schülerin nach einem Streit getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann aus Bad Oeynhausen vor, die Schülerin im vergangenen April nach einem Streit getötet und in die Weser geworfen zu haben. Der Totschlags- Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

dpa BIELEFELD. Der Angeklagte, zur Tatzeit 17 Jahre alt, soll betrunken gewesen sein. Zu Beginn der Verhandlung legte er nach Auskunft des Gerichts ein umfassendes Geständnis ab.

Der Jugendliche hatte sich nach den Vorwürfen der Anklage am Tattag mit anderen auf einem Kinderspielplatz in Bad Oeynhausen verabredet. Alle tranken Alkohol. Vor der Tat soll die 13-Jährige dem Jugendlichen nach zweiwöchiger Freundschaft eröffnet haben, sie wolle sich von ihm trennen. Der Angeklagte habe das Mädchen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und mit einer Anorakkordel erdrosselt. Seine Freunde hätten ihm dann dabei geholfen, die Leiche in die Weser zu werfen. Die Staatsanwaltschaft geht von verminderter Schuldfähigkeit des Angeklagten aus und will ihn deshalb in eine Entziehungsanstalt einweisen lassen. Mit einem Urteil wird am Donnerstag gerechnet.

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