Prozessbeginn
"Crash-Kid" Andi wegen Vergewaltigung vor Gericht

Der als "Crash-Kid" bekannt gewordene Serien- Straftäter Andreas muss sich seit Dienstag erneut vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten.

HB/dpa DÜSSELDORF. Gegen den inzwischen 17- Jährigen wird ein Prozess wegen Vergewaltigung eines Mitgefangenen in zweiter Instanz neu aufgerollt. Das Verfahren, für das bis Mitte Oktober vier Verhandlungstage angesetzt sind, findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Mit Spritztouren in gestohlenen Lastwagen durch mehrere Länder war Andreas schon als Kind in die Schlagzeilen geraten. Im Alter von 14 Jahren überrollte und tötete er im März 2000 an einer Straßensperre einen niederländischen Polizisten. Noch in der Untersuchungshaft soll er dann einen Mitgefangenen vergewaltigt haben. Für beide Taten wurde er zu insgesamt sieben Jahren Jugendhaft verurteilt.

Vor dem Landgericht sagte allerdings das angebliche Opfer der Vergewaltigung am Dienstag erneut aus, die Geschichte nur erfunden zu haben. Er habe damit in seinem eigenen Strafverfahren besser aussehen wollen, sagte der ehemalige Zellengenosse nach Angaben eines Gerichtssprechers. Er sei zweieinhalb Stunden lang vernommen worden. Andreas räumte unterdessen ein, Sex mit dem Zellengenossen gehabt zu haben. Dies sei aber auf freiwilliger Basis geschehen.

Schon vor dem Amtsgericht Monheim hatte das angebliche Opfer seine belastende Aussage als "Erfindung" widerrufen. Die Richter sahen die Tat dennoch als erwiesen an und schenkten dem Widerruf keinen Glauben.

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