Prozessbeginn möglicherweise noch im August
Ehemaliger indonesischer Staatspräsident Suharto wegen Korruption angeklagt

afp JAKARTA. Die indonesische Justiz hat gegen den früheren Staatspräsidenten Suharto Anklage wegen Korruption erhoben. Wie einer von Suhartos Anwälten am Donnerstag mitteilte, wurde der gegen Suharto verhängte Hausarrest um 20 Tage verlängert. In der entsprechenden Verfügung sei Suharto erstmals als Angeklagter bezeichnet worden. Bislang galt Suharto nur als Verdächtiger. Ein formales Anklageschreiben sei ihm jedoch noch nicht übermittelt worden, sagte der Anwalt Juan Felix Tampubolon. Dem im Mai 1998 entmachteten Staatschef wird vorgeworfen, 155 Millionen Dollar über Wohltätigkeitorganisationen in Firmen umgeleitet zu haben, die seiner Familie oder Freunden gehörten.

Die Generalstaatsanwaltschaft übergab ihrerseits am Donnerstagmorgen formell die 3000 Seiten umfassenden Ermittlungsakten an die Staatsanwälte, die vor Gericht in Jakarta die Anklage vertreten sollen. Ein Termin für den Prozessbeginn gegen den 79-jährigen Suharto, der Indonesien 32 Jahre lang regiert hatte, wurde noch nicht festgelegt. Ein erster Gerichtstermin könnte aber noch in diesem Monat stattfinden.

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