Prüfer warnen vor zu optimistischen Annahmen
Rechnungshof befürchtet Kollaps des Rentensystems

Der Bundesrechnungshof befürchtet nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ohne zusätzliche milliardenschwere Finanzspritzen des Bundes einen Zusammenbruch des Rentensystems.

Reuters BERLIN. Die Zeitung berichtet in ihrer Donnerstagausgabe, zu diesem Ergebnis komme ein Gutachten des Rechnungshofes. Die Prüfer warnten vor zu optimistischen Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung. Monate mit niedrigem Beitragsaufkommen könnten voraussichtlich nicht mehr abgefedert werden. Die Absicht der Bundesregierung, die Schwankungsreserve auf eine halbe Monatsausgabe zu senken, schränke den Finanzspielraum der Rentenversicherung erheblich ein. Es wachse daher die Gefahr, dass die Zahlungsfähigkeit "ab dem Jahr 2003 nur mit zusätzlichen Bundesmitteln gewährleistet" sei.

Die Bundesregierung plant zum Jahreswechsel eine Anhebung des Beitragssatzes zur Rentenversicherung auf 19,5 von 19,1 Prozent. Außerdem soll die Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden. Die Vertreterversammlung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) beschloss am Mittwoch den Haushalt der BfA für 2003 mit Gesamteinnahmen und-ausgaben von 125,2 Milliarden Euro. Der Zuschuss des Bundes zum Etat der BfA beträgt dem Beschluss zufolge 9,8 Milliarden Euro.

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