Prüfung via Internet
Virtuelle Doktorwürde

Wenn der Professor im Ausland forscht, müssen Prüflinge warten. In Hannover nun nicht mehr. Dort können Professoren jetzt vom Forschungssemester aus die Prüfung abnehmen - per Videokonferenz.

woe HANNOVER. Die Premiere ist geschafft. Am 26. Juni vergab die Universität Hannover zum ersten Mal einen Doktortitel mit Hilfe des Internets - an Arnold Blömer, der auf diese Weise früher als erwartet seine Prüfung absolvieren konnte.

"Da sich mein Zweitprüfer Professor Nejdl derzeit im Rahmen eines Forschungssemesters in Stanford, USA, befindet, hätte ich die gesamte Promotion erst im Herbst dieses Jahres absolvieren können", erklärt der Doktorand des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik.

Moderne Technik machte die Prüfung trotz räumlicher Trennung möglich. Der gesamte Promotionsvortrag wurde in Bild und Ton übertragen. Die Präsentationsfolien waren auf einem separaten Monitor sowohl in Stanford als auch in Hannover zu sehen. An der mündlichen Prüfung und an der Beratung der Prüfungskommission war der Zweitprüfer per Videokonferenz dabei.

Professor Claus Lietke, Dekan des Fachbereichs und Erstprüfer von Doktorand Blömer, ist von dem Experiment begeistert: "Ablauf und Atmosphäre waren kaum von einer anderen Prüfung zu unterscheiden." Die Konsequenzen stehen für Lietke bereits fest: "Um unseren Doktoranden diese Option bei Bedarf noch leichter zugänglich zu machen, werden wir die Möglichkeit der Videokonferenz-Zuschaltung einzelner Prüfer ausdrücklich in unserer neuen Promotionsordnung verankern."

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