Psychologische Marke unterschritten: Dax schließt unter 5 000 Punkten

Psychologische Marke unterschritten
Dax schließt unter 5 000 Punkten

Die deutschen Aktienkurse haben am Montag mit Abschlägen auf die zunehmenden Kursverluste in den USA reagiert.

vwd/dpa FRANKFURT. Erstmals seit rund zwei Wochen schloss der Dax nach ruhigem Handel mit 4 984,48 Punkten unterhalb der Marke von 5 000 Zählern. Das ist ein Minus von 2,21 Prozent. Während der MDax der mittelgroßen Werte um 0,67 Prozent auf 4 405,90 Zähler verlor, sackte der Nemax 50 am Neuen Markt um 2,97 Prozent auf 1 118,09 Stellen.

Am frühen Abend bereits verbuchten die Standardwerte überwiegend Verluste. "Es wäre schön, wenn es endlich mal wieder stressig wäre", bedauerte der Händler die anhaltende Zurückhaltung der Anleger. "Wir sehen äußerst geringe Umsätze. Wer (als Anleger) nichts macht, ist auf der richtigen Seite." So lange bei der Aktie der Deutschen Telekom das Angebot die Nachfrage übersteige, werde der Dax keinen Sprung nach oben machen, prognostzierte er. Aber auch in den übrigen Schwergewichten spüre er weiterhin den Verkaufsdruck. Für die T- Aktien ging es um 3,12 Prozent auf 16,13 Euro nach unten. Telekom-Chef Ron Sommer hatte dem Handelsblatt gesagt, der Schuldenabbau könnte ins Stocken geraten, falls der Verkauf des Kabelnetzes und der Börsengang der Mobilfunk-Tochter T-Mobile scheitert.

Die stärksten Kursverluste verzeichnete die Aktie des Touristik- Riesen Preussag. Gewinnmitnahmen drückten den Kurs um 3,79 Prozent auf 33,48 Euro, nachdem sich die Aktie in den vergangenen 14 Tagen um fast 5 Euro verteuert hatte.

Wegen schlechter Quartalszahlen will die Commerzbank deutlich weniger Dividende zahlen. Die Aktien verbilligten sich um 1,04 Prozent auf 19,08 Euro. Unter Druck auch Deutsche Bank, die nach Herabstufungen mehrerer Banken 3,07 Prozent auf 70,35 Euro verloren. HypoVereinsbank verbilligten sich 1,89 Prozent auf 35,27 Euro. Aber auch die Aktien der Münchener Rückversicherung verloren 3,58 Prozent auf 264,19 Euro.

Bei den Kursgewinnern erregte besonders der ehemalige Nemax-50- Wert Kinowelt Medien die Aufmerksamkeit. Positive Bemerkungen des Insolvenzverwalters ließen den Kurs um 256 Prozent auf 0,89 Euro explodieren. Deutlich verhaltener fielen die Aufschläge bei den Standardwerten aus. Während Metro-Aktien den Dax mit einem Aufschlag von 2,31 Prozent auf 38,98 Euro anführten, legten ThyssenKrupp 2,15 Prozent auf 17,13 Euro zu. Trotz einer Verkaufsempfehlung von M.M. Warburg verteuerten sich Epcos um 1,12 Prozent auf 46,20 Euro.

In den USA verlor der Dow Jones am frühen Abend 1,2 Prozent auf 9787 Zähler, während der Nasdaq Composite 2,3 Prozent auf 1868 Stellen abgab. Nach schwachem Handelsverlauf der europäischen Börsen wurde der EuroStoxx50 in Zürich 1,9 Prozent unter der Vorwoche bei 3623 Zählern notiert.

Am Rentenmarkt stieg der Richtung weisende Bund-Future um 0,36 Prozent auf 108,44 Punkte. Der Rentenmark-Index Rex gewann 0,18 Prozent auf 113,21 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,72 (Freitag: 4,79) Prozent. Der Kurs des Euro ist am Montag geringfügig gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,8644 (Freitag: 0,8632) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,1569 (1,1585) Euro.

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