Publikumsliebling ausgeschieden
Abschied der heimischen Helden

Das Tennis-Masters am Hamburger Rothenbaum ist noch nicht einmal zur Hälfte verstrichen, da sind fast alle Hoffnungen der Veranstalter bereits ausgeschieden. Mit Thomas Haas verlor gestern auch noch der deutsche Spieler, von dessen Siegen sich das kriselnde Traditionsturnier den größten Popularitätsschub versprochen hatte.

HB DÜSSELDORF. Vor fast 10 000 Zuschauern musste sich Haas in seinem Zweitrunden-Match dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten Lleyton Hewitt aus Australien mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. Nach 5:1-Führung im zweiten Satz wechselte der 26-Jährige den Schläger - und vergab insgesamt neun Satzbälle.

Da Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer schon in der ersten Runde ausgeschieden waren, ist das komplette Daviscup-Team früh gescheitert. "Wir wissen, dass alle drei nach wie vor Weltklasse spielen können", sagte der Präsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB), Georg von Waldenfels. Aber sie tun es eben nicht. Dass sich gestern mit Lars Burgsmüller (5:7, 5:7 gegen Michail Juschni) ein weiterer Deutscher verabschiedete, passte ins Bild. Dabei dürstet es den Deutschen Tennis-Bund (DTB) wie selten zuvor nach Triumphen der heimischen Helden. Nachdem Bürgermeister Ole von Beust (CDU) den Standort am Rothenbaum tot gesagt und Umzugspläne in den Hamburger Volkspark öffentlich gemacht hatte, wird über die Zukunft der Veranstaltung mehr diskutiert denn je.

Nur ein Deutscher steht im Achtelfinale

Gerade jetzt braucht das Turnier Protagonisten, die Sponsoren locken. So hatte Boris Becker, der sich als Chairman am Rothenbaum engagiert, dem Weiterkommen des gebürtigen Hamburgers Haas eine besondere Bedeutung beigemessen. "Tommy ist ein Publikumsliebling", sagte Becker. "Er spielt ein Tennis, das man sich gerne ansieht."

Ansehnlichen Sport bot Haas auch, doch es reichte nicht. "Das ist ein Jammer", sagte Georg von Waldenfels. Er weiß, dass es mit der Vermarktung des Turniers nun noch schwieriger wird. Schon zu Wochenbeginn war die TV-Einschaltquote nicht besonders hoch gewesen.

Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf Debütant Florian Mayer. Der 20-jährige Bayreuther besiegte Albert Portas 6:3, 6:4 und steht als einziger Deutscher im Achtelfinale.

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