Publikumsliebling Pluschenko holt Gold
Lindemanns Traum von Bronze wird wahr

Es schien, als liefe er um sein Leben: Der Erfurter Eiskunstläufer hat sich bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Dortmund mit einer überragenden Kür sensationell einen Platz auf dem Siegertreppchen gesichert.

HB DORTMUND. Der deutsche Meister holte damit erstmals seit Norbert Schramms Silbermedaille 1983 wieder Edelmetall für Deutschland. Zum dritten Mal Gold gewann der St. Petersburger Ewgeni Pluschenko, der trotz Knie- und Rückenschmerzen alle Höchstschwierigkeiten meisterte. Silber ging an den Europameister Brian Joubert aus Frankreich.

In der Kür "Der kleine Däumling" bestätigte der Lindemann seine gute Leistung aus dem Kurzprogramm und hielt dem großen Erwartungsdruck im eigenen Land stand. Die höchstschwierige Kombination aus vierfachem und dreifachem Toeloop brachte Lindemann zwar leicht wackelig aufs Eis Westfalenhalle. Der im vergangenen Jahr gereifte Zeitsoldat stand danach aber jeden Sprung einwandfrei.

Nach Ende der gelungenen Darbietung streckte der nur 1,62 Meter große Athlet die Fäuste in den Himmel und fiel Trainerin Ilona Schindler um den Hals. "Ich habe es geschafft, mein Traum wurde wahr. Ich musste fast nichts machen, das Publikum hat mich getragen", meinte Lindemann, für den es schon ein Erfolg war, in der letzten Gruppe der besten Sechs zu starten.

Publikumsliebling Pluschenko verwöhnte die 9000 Zuschauer in der ausverkauften Westfalenhalle mit einem faszinierenden Lauf zu Geigenklängen. Ohne Makel sprang er die Vierfach-Dreifach-Toeloop plus Doppel-Rittberger-Kombination. Die geschmeidigen und temporeichen Schrittkombinationen des 21-Jährigen kann kein Konkurrent imitieren.

Zuvor untermauerten die sechsfachen deutschen Eistanz-Meister Kati Winkler und René Lohse ihre Ansprüche auf Edelmetall. Die Berliner tanzten mit einem ausdrucksstarken Originalprogramm auf den vierten Platz. In Führung gingen vor der Kür am Freitag die Europameister Tatjana Nawka/Roman Kostomarow aus Russland vor den Bulgaren Albena Denkowa/Maxim Stawijski und Jelena Gruschina/Ruslan Gonscharow (Ukraine).

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