Puma-Chef Jochen Zeitz: "Wir glauben an die Zukunft von Puma"
„Wir haben noch Platz nach oben“

Handelsblatt-Interview mit Puma-Chef Jochen Zeitz über das Olympia-Engagement des erfolgreichsten Sportkonzerns der Welt, die Fußball-WM 2006 und die Wachstumspläne.

Puma ist mit seiner Ausrichtung auf sportlichen Lifestyle derzeit das weltweit erfolgreichste Sportartikel-Unternehmen. Da können Ihnen Gewichtheber und Dreispringer, die vom kommenden Wochenende in Athen um Medaillen kämpfen, doch egal sein.

Zeitz: So ist es natürlich nicht. Die Olympischen Spiele sind eine exzellente Plattform, um Puma als Sportlifestyle-Marke zu positionieren und zu stärken. Aber Sie haben insofern Recht, als sich die Olympischen Spiele nicht direkt im Umsatz niederschlagen. Es geht vor allem um die Stärkung des Markenimages.

Andere Firmen investieren Millionen, um Sponsor der Spiele zu sein. Warum Puma nicht?

Zeitz: Das mag sich für Unternehmen rechnen, die über die Olympischen Spiele mit Sport in Verbindung gebracht werden wollen. Das brauchen wir nicht.

Sie halten sich aus den Olympischen Spielen also raus?

Zeitz: Nein, keineswegs. Rund um die Spiele läuft weltweit eine Kampagne mit Jamaika als Thema. Wir sind unter anderem Sponsor der Leichtathleten der Karibikinsel und haben um das Team herum eine eigene Kollektion aufgebaut; die Jamaikaner stehen für ein Lebensgefühl, das perfekt zu uns passt: Sport, Spaß, Musik und Lebensfreude.

Aber wie passt denn Karibik zu einer deutschen Marke?

Zeitz: Wir sind schon längst kein deutsches Unternehmen mehr, weil wir global aufgestellt sind. Deshalb steuern wir Puma nicht nur von Herzogenaurach, sondern auch von unseren beiden anderen Firmenzentralen in Boston und Hongkong aus.

Nichts ist internationaler als Olympische Spiele. Die Topstars aber tragen andere Marken. Kann sich Puma keine Stars leisten?

Zeitz: Das ist nicht die Frage, denn es geht schließlich nicht nur um Gold. Ein Sportler, der mit uns bei den Olympischen Spielen auffällt und den Durchbruch schafft, ist für uns die glaubwürdigste Werbung. Alles in allem tragen in Athen rund 200 Sportler aus verschiedenen Ländern unsere Ausrüstung.

Haben Sie Angst, dass ihre Marke hässliche Kratzer bekommt, wenn einer Ihrer Athleten des Dopings überführt wird?

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