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Puma hebt nach starkem zweiten Quartal Umsatzprognose an

(dpa-AFX) Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Puma < PUM.ETR > hat nach einem starken zweiten Quartal seine Umsatzprognose erneut leicht angehoben. Aufgrund der guten Auftragslage zum Ende des Quartals werde nun mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent gerechnet, teilte das im Mdax < Mdax.ETR > notierte Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Puma einen Korridor von 15 bis 20 Prozent angegeben.

(dpa-AFX) Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Puma < PUM.ETR > hat nach einem starken zweiten Quartal seine Umsatzprognose erneut leicht angehoben. Aufgrund der guten Auftragslage zum Ende des Quartals werde nun mit einem Umsatzplus von rund 20 Prozent gerechnet, teilte das im Mdax < Mdax.ETR > notierte Unternehmen am Dienstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Puma einen Korridor von 15 bis 20 Prozent angegeben.

Der Ertrag vor Steuern soll nach wie vor um mehr als 30 Prozent zulegen, das Ergebnis je Aktie (EPS) die 15 Euro übersteigen. Die für die Branche wichtige Rohertragsmarge sieht der Konzern zwischen 50 und 51 Prozent. Die Gewinnerwartungen der Analysten für das Berichtsquartal konnten die Herzogenauracher knapp übertreffen, beim Umsatz lagen sie etwas darunter.

An der Börse zogen die Puma-Aktien zwischenzeitlich an die Spitze des Mdax. Zuletzt gewannen sie 3,81 Prozent auf 193,60 Euro. Die angehobene Umsatzprognose stimme optimistisch, sagten Händler. Die Prognose für das Gesamtjahr bewege sich am oberen Rand der Schätzungen.

Gewinn Über Erwartungen

Den Überschuss steigerte Puma im zweiten Quartal von 37 auf 54,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte von 55,4 auf 78,2 Millionen Euro zu. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit einem Nettoergebnis von 52,26 Millionen Euro und einem EBT von 77,26 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz verbesserte sich von 300,9 auf 352,3 Millionen Euro. Hier hatten die Experten einen Wert von 354,5 Millionen Euro erwartet.

"Das war ein weiteres sehr erfolgreiches Quartal für Puma", sagte Vorstandschef Jürgen Zeitz. Puma habe innerhalb eines Halbjahres erstmals die eine Milliarde-Euro-Marke bei den Markenumsätzen geknackt und seine Position als Nummer drei auf dem deutschen Sportartikelhersteller-Markt bestätigt. Nach der Fußball-Europameisterschaft böten nun die Olympischen Spiele eine weitere Plattform, um Puma als Marke ins Licht zu rücken, sagte Zeitz. Als zusätzlicher Umsatz werde sich das allerdings erst langfristig auswirken.

Bis Ende des zweiten Quartals stiegen die Auftragsbestände um 21,9 Prozent auf 723 Millionen Euro. Zufrieden zeigte sich Zeitz mit der Resonanz auf die Frühjahr/Sommer-Kollektion für 2005. Über 20 Prozent der dort gezeigten Produkte enthielten ein völlig neues Design. Geplant ist Zeitz zufolge zudem die Eröffnung weiterer Läden. Zu den jetzigen 36 Puma-Concept-Stores sollen pro Jahr 5 bis 10 weitere kommen.

Aktienrückkauf - DAX-Aufnahme

Sein Aktienrückkaufprogramm will der Konzern in den kommenden Quartalen fortsetzen. Ende Februar hatte Puma sein Rückkaufprogramm auf 800.000 Aktien oder 5 Prozent des Gesamtbestandes erweitert. Bis Ende Juni wurden den Angaben nach 525.000 Papiere zurück erworben zu einem Wert von 85 Millionen Euro. Analysten hatten daraufhin gewiesen, dass dies neue Kursfantasie in die Aktie bringen könnte.

Am stärksten wachsen konnte Puma im abgelaufenen Quartal in Europa (+23,7%). In den USA, dem wichtigsten Sportartikelmarkt der Welt, in dem Puma eher ein Nischendasein führt, legten die Umsätze um 13,9 Prozent zu. Bei den Segmenten steuerten Schuhe zwar den Löwenanteil zum Umsatz bei. Die größten Zuwachsraten verzeichneten allerdings Textilien (26,3%). Puma wächst seit Jahren stärker als der Branchendurchschnitt und profitiert dabei vor allem von seinem Mix aus Sport und Lifestyle. "Der Sport steht für uns nach wie vor im Mittelpunkt, aber wir definieren ihn neu. Das Design spielt eine entscheidende Rolle", sagte Zeitz.

Zu einer möglichen Aufnahme der Puma-Aktie in den Leitindex DAX äußerte sich der Vorstandschef vorsichtig. "Es wäre eine Bestätigung unserer Erfolgsstory und brächte uns auch eine andere Form der Aufmerksamkeit", sagte er. "In der allgemeinen Marktstimmung ist es aber manchmal auch besser, an der Spitze des Mdax zu stehen."

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