Pumpen werden an anderer Stelle der Stadt gebraucht
Dresdner Behörden geben Kampf um Semperoper auf

Die Behörden in Dresden haben in der Nacht zum Freitag nach den Worten eines Sprechers der Stadt ihre erfolglosen Bemühungen eingestellt, die historische Semperoper und den Dresdner Zwinger vor einem weiterem Anstieg des Hochwassers der Elbe zu schützen.

Reuters DRESDEN. Der Sprecher der Stadt Dresden, Kai Schulz, sagte: "Wir haben den Theaterplatz aufgegeben." Noch am späten Donnerstagabend hatten Einsatzkräfte vom Technischen Hilfswerk und der Feuerwehr versucht, mit schwerem Gerät die Keller der historischen Gebäude leerzupumpen. Schulz sagte, die Pumpen würden an anderer Stelle in der Stadt gebraucht. Der Kampf gegen die Wassermassen am Theaterplatz habe keinen Sinn mehr gehabt.

Nach Angaben des Technischen Hilfswerkes steht das Elbwasser mittlerweile rund 2,50 Meter hoch im Kellergeschoss der Semperoper, wo das Restaurant untergebracht ist. Auf dem Theaterplatz selbst hatte sich am Morgen eine erste große Wasserlache gebildet. Das Wasser sprudelte ungehindert durch Kanaldeckel hinter den Sandsackbarrieren auf den Platz.

Adi Luick, Dramaturg an der Semperoper, sagte Reuters, der weltbekannte Zuschauerraum und der Orchestergraben seien bisher von der Überschwemmung verschont geblieben. Auch sei es gelungen, das gesamte Notenmaterial zu retten. "Das ist total frustrierend, alles ist wieder voll gelaufen", sagte Luick. Es werde mindestens zwei Monate dauern, bis an der Semperoper wieder gespielt werden könne. Die Behörden schlossen einen Anstieg der Elbe auf einen Wasserstand von über neun Metern am Freitag nicht mehr aus. Damit würde das Wasser direkt aus dem überschwemmten Flussbett auf den Platz fließen. Auch im Keller der Gemäldegalerie des Zwinger wurde kein Wasser mehr abgepumpt. In der Elbe, die sich in den letzen Tagen in einen reißenden Strom verwandelt hatte, schwammen am Morgen Baumstämme und Unrat.

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