Putin begrüßte Ankündigung
Regierungsnahe Parteien in Russland schließen sich zusammen

Reuters MOSKAU. In Russland haben zwei Parteien ihren Zusammenschluss angekündigt, von dem der russische Präsident Wladimir Putin profitieren dürfte. Die zentristische Partei Vaterland - Ganz Russland (OVR) teilte am Donnerstag mit, sie werde mit der regierungsnahen Einheitspartei zusammengehen. "Wir haben uns in Beratungen darauf geeinigt, dass sich unsere Gruppen zu einer politischen Partei zusammenschließen sollten", sagte OVR-Parteichef Juri Luschkow in Moskau. Die Einheitspartei ist die größte Fraktion im russischen Abgeordnetenhaus, der Duma. Putin begrüßte die Ankündigung. Sie sei ein Schritt zur Bildung des politischen Systems Russlands und helfe, die Gesellschaft zu einen, wurde Putin von einem Sprecher zitiert.

Die neue Gruppierung hätte mindestens 132 Sitze und würde die Kommunistische Partei (127 Mandate) als stärkste Duma-Fraktion ablösen. Durch die Unterstützung anderer Mitte-Rechts-Parteien könnte sich die russische Regierung der Mehrheit sicher sein, die für die meisten Gesetze nötig ist. Die OVR hatte Putin bisher weitgehend im Parlament unterstützt. Durch den Zusammenschluss würde die Partei auch formal zum Lager des Präsidenten gehören.

Luschkow, der auch Moskauer Bürgermeister ist, sagte, im November solle die offizielle Vereinigung beider Parteien auf einer Konferenz beschlossen werden. Der Chef der Einheitspartei, Sergej Schoigu, teilte mit, Luschkow werde eine Kommission leiten, die den Zusammenschluss ausarbeiten soll. Schoigu gilt als enger Vertrauter Putins und ist Minister für Zivilschutz.

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