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Putin übernimmt Verantwortung für U-Boot-Katastrophe

Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch die Verantwortung für die Katastrophe an Bord des Atom-U-Bootes "Kursk" übernommen.

afp/dpa MOSKAU. In einer Fernsehansprache anlässlich der eintägigen Staatstrauer erklärte Putin am Abend, er fühle sich "schuldig". "Ich empfinde bei dieser Tragödie ein Gefühl der vollen Verantwortung und ein Gefühl der Schuld", sagte der Kreml-Chef wörtlich.

Bei dem Unglück in der Barentssee waren am vorvergangenen Wochenende alle 118 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Im eigenen Land steht Putin heftig in der Kritik, weil er zunächst westliche Hilfe abgelehnt hatte und auch seinen Urlaub am Schwarzen Meer erst mit mehrtägiger Verspätung unterbrach. Auf Wunsch der Angehörigen sagte er am Mittwoch die geplante offizielle Trauerfeier ab.

Der russische Präsident hat unterdessen die Bergung aller 118 toten Seeleute aus dem gesunkenen Atom-U-Boot «Kursk» versprochen. «Wir werden uns bemühen, dass alle Soldaten aus dem Boot geborgen und an Land gebracht werden», sagte er am Mittwochabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender RTR. Das werde «unbedingt» geschehen, fügte er auf Nachfrage hinzu.

Erneut verteidigte Putin das russische Militär gegen Kritik, angesichts der U-Boot-Katastrophe zu langsam und falsch gehandelt zu haben. «Alle Vorwürfe, die Militärs seien nicht kompetent, sind unbegründet.» Der Präsident erklärte, Russland solle eine moderne, kompakte und gut bezahlte Armee bekommen, wie sie den Erfordernissen, aber auch den Möglichkeiten des Staates angemessen sei.

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