Putschistenführer und Anhänger wegen Hochverrats angeklagt
Speight droht auf Fidschi-Inseln Todesstrafe

afp SUVA. Der Putschistenführer George Speight ist auf den Fidschi-Inseln nach Polizeiangaben wegen Hochverrats angeklagt worden. Darauf steht in dem Inselstaat die Todesstrafe. Speight und zwölf seiner Anhänger erschienen am Freitag in der Hauptstadt Suva vor Gericht, wo über eine Freilassung gegen Kaution entschieden werden sollte.

Zu den Gründen für die Anklage wegen Hochverrats wurden keine Angaben gemacht. Die Polizei hatte zuvor jedoch mitgeteilt, sie ermittle wegen Morddrohungen während der Geiselnahme gegen den Präsidenten der Fidschi-Inseln, Josefa Iloilo. Speight, der ein Pflaster auf dem Hinterkopf trug, sagte seinen Anwälten zufolge, er sei in der Haft geschlagen worden.

Die Putschisten waren am 19. Mai ins Parlament des Inselstaates eingedrungen und hatten Regierungsmitglieder, unter ihnen den damaligen indischstämmigen Ministerpräsidenten Mahendra Chaudhry, knapp zwei Monate lang als Geiseln festgehalten. Die Geiselnehmer verlangten mehr Einfluss für die Ureinwohner der Fidschis im Pazifik. Mitte des Monats legten die Aufständischen ihre Waffen nieder und verlangten dafür Straffreiheit.

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