Qualifikation für Houston mit Sieg in Lyon
Doppelte Freude für Schüttler

Rainer Schüttler hat die schwere Hürde Ivan Ljubicic übersprungen und beim ATP-Turnier in Lyon das Viertelfinale erreicht. Zudem ist die deutsche Nummer eins sicher für den Masters Cup der acht weltbesten Tennisprofis qualifiziert.

HB LYON. Vier Tage nach seinem Turniersieg in Tokio setzte Schüttler am Donnerstag seine Erfolgsserie mit einem hart erkämpften 4:6, 7:6 (7:2), 7:5 über den Kroaten Ivan Ljubicic fort. Nächster Gegner ist entweder der Schwede Thomas Enqvist oder der Belgier Xavier Malisse.

Das Verletzungspech von David Nalbandian hatte dem 27 Jahre alten Australian-Open-Finalisten zuvor als sechstem Spieler das Ticket für den Masters Cup beschert, der vom 10. bis 16. November in Houston stattfindet. Da der auf Platz acht im Champions Race liegende Nalbandian noch immer unter einer Sehnenentzündung in der linken Hand leidet, startet der Argentinier nicht beim vorletzten Masters-Turnier in der kommenden Woche in Madrid. Dies erklärte sein Trainer Eduardo Infantino.

Der neuntplatzierte Australier Mark Philippoussis kann Schüttler ebenfalls nicht mehr überholen. Sein folgender Landsmann Lleyton Hewitt will nach einer enttäuschenden Saison in diesem Jahr überhaupt keine Turniere mehr bestreiten und sich auf das Daviscup-Finale Ende November gegen Spanien vorbereiten.

"Ich war mir eigentlich seit den US Open sicher, dass er es schafft. Das freut mich unheimlich für ihn und wird ihm viel Selbstvertrauen bringen", sagte Trainer Dirk Hordorff, der zudem darauf verwies, dass sich sein Schützling wegen Verletzungen oder Absagen der Konkurrenz noch weiter verbessern kann. In Madrid fehlt auch der ebenfalls verletzte Argentinier Guillermo Coria, der wie die Grand-Slam-Sieger Andre Agassi, Roger Federer, Juan Carlos Ferrero und Andy Roddick seinen Platz für Houston schon sicher hat. An Coria könnte Schüttler demnächst noch vorbeiziehen. Der viertplatzierte Agassi pausiert, nachdem seine Frau Steffi Graf ihr zweites Kind zur Welt gebracht hat. Auch er ist nicht ganz außer Reichweite.

Im siebten Vergleich gegen Ljubicic feierte Schüttler seinen fünften Triumph, musste gegen den hart aufschlagen Kroaten aber lange bangen. Bei einer 5:4-Führung im dritten Satz verlor der Hesse seinen Aufschlag, beim ersten Matchball unterlief ihm ein Doppelfehler. Im zweiten Versuch machte Schüttler dann alles richtig.

In Wien zog Schüttlers Daviscup-Kollege Nicolas Kiefer ebenfalls ins Viertelfinale ein. Der Holzmindener besiegte den österreichischen Wildcard-Besitzer Jürgen Melzer mit 6:3, 6:4 und trifft nun auf den als Nummer zwei gesetzten Carlos Moya. Der Spanier hatte beim 6:2, 6:1 gegen Vincent Spadea (USA) keinerlei Mühe, dafür aber der top- gesetzte Wimbledon-Champion Roger Federer (Schweiz) beim 6:3, 4:6, 6:4 gegen Karol Beck (Slowakei).

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