Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen
Skispringer Späth und Herr rehabilitieren sich

Die deutschen Skispringer haben bei der Qualifikation zum zweiten Springen der Vierschanzentournee unterschiedlich erfolgreich abgeschnitten. Janne Ahonen zeigte bei der Generalprobe des Neujahrsspringens einmal mehr den besten Sprung.

HB GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Die deutschen Weltcup-Springer haben geschlossen das Neujahrsspringen der 53. Vierschanzentournee erreicht. Bei der Qualifikation am Freitag in Garmisch-Partenkirchen vor lediglich 2000 Zuschauern an der Olympia-Schanze rehabilitierten sich besonders Georg Späth und Alexander Herr für ihre enttäuschenden Leistungen in Oberstdorf. «Ich habe eine gute Form und lasse mich wegen eines schlechten Sprunges nicht aus dem Konzept bringen. Oberstdorf war schade, aber es geht weiter», sagte Herr. Auch Späth hakte das Auftaktspringen ab: «Heute bin ich mit meinen Sprüngen zufrieden. Die Probleme von Oberstdorf sind abgestellt.»

Imponierend präsentierte sich einmal mehr Janne Ahonen. Der Finne, der acht von neun bisherigen Wettbewerben gewonnen hat, unterstrich mit dem weitesten Sprung über 124,5 Meter seine derzeitige Ausnahmestellung. Ahonen hatte die Weite trotz eines verkürzten Anlaufs erreicht.

Späth, im Vorjahr Dritter in Garmisch-Partenkirchen, erreichte mit 118,5 Metern und 120,8 Punkten das beste Ergebnis aller deutschen Teilnehmer. Herr sprang nur einen halben Meter weniger als sein Oberstdorfer Kollege. Späth trifft am Samstag im ersten Durchgang auf den Esten Jens Salumae. Herr misst sich im einzigen deutschen K.o.-Duell mit Maximilian Mechler aus Isny.

Weiter im Aufwind ist Michael Neumayer. Der Berchtesgardener, der in Oberstdorf mit einem 16. Rang überrascht hatte, erreichte 117 Metern. «Ich hatte im Training schon gute Sprünge und springe derzeit sehr stabil. Es macht Spaß, wenn man gut springt. Das genießt man.» Neumayer misst sich mit dem Norweger Henning Stensrud. Michael Uhrmann, der in Oberstdorf als Achter bester Deutscher war, kam auf 115 Meter und trifft auf den Tschechen Jan Matura.

Martin Schmitt war trotz der erneuten Qualifikation für den Wettbewerb am Samstag mit 108,5 Metern nicht zufrieden. «Das war nur Mittelmaß. Ich habe noch einige Probleme mit der Anlage, die einen für mich zu engen Radius hat. Ich denke aber, ich kann mich darauf einstellen.» Am Samstag kommt es damit zum pikanten Duell gegen Michael Möllinger. Der ehemalige Deutsche, der im Streit mit dem Deutschen Skiverband gebrochen hatte, tritt mittlerweile als Schweizer Meister an.

Nach dem Neujahrsspringen werden die Trainer entscheiden, ob der viermalige Weltmeister auch die Stationen in Österreich bestreitet oder erneut ins Trainingslager abkommandiert wird. «Für mich ist es wichtig, was meine Trainer denken. Die werden die richtige Entscheidung treffen, die gut für mich ist. Alles andere ist leeres Geschwätz», so Schmitt verärgert.

Dem in dieser Saison noch ohne Weltcup-Punkt ausgestatteten Furtwangener war von der «Bild»-Zeitung vorgeworfen worden, nur wegen der diversen Sponsoren noch anzutreten. «Ich beteilige mich nicht an der Diskussion. Ich liebe den Sport und stehe hundertprozentig dahinter.»

Dagegen konnten Stephan Hocke und Jörg Ritzerfeld zufrieden sein. Die beiden Athleten vom WSV Oberhof, die in Oberstdorf bereits in der Qualifikation gescheitert waren, erreichten mit Weiten über 110 und 111 Metern die zweite Station der Tournee. Während der A-Kader geschlossen den Wettbewerb erreichte, enttäuschte der B-Kader. Nicht ein Schützling von Trainer Rolf Schilli springt am Neujahrstag von der Schanze.

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