Quam hält die UMTS-Lizenz weiter
Quam streicht mindestens 800 Stellen

Bei dem Mobilfunk-Anbieter Quam fallen nach dem Verkaufsstopp mindestens 800 Arbeitsplätze weg. Nach derzeitigen Plänen solle von den rund 900 Stellen nur eine zweistellige Zahl übrig bleiben.

dpa MÜNCHEN. "Die Verhandlungen über einen Sozialplan dauern noch an", sagte er. Der Quam-Mehrheitsgesellschafter Telefónica Móviles hatte vor zwei Wochen bekannt gegeben, das Quam-Geschäft auf Eis zu legen. Zunächst war in Branchenkreisen von dem Abbau von mehr als 400 Stellen die Rede. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet am Firmensitz in München.

Von den bundesweit 15 Quam-Geschäften sollen nach Informationen aus Unternehmenskreisen voraussichtlich noch in dieser Woche fünf geschlossen werden. Die übrigen Läden werden später ebenfalls dicht gemacht. Derzeit prüft Quam nach Worten des Sprechers außerdem alle bestehenden Verträge mit Partnergeschäften. Das Unternehmen werde sich aber weiterhin mit einer Kernmannschaft um die bestehenden Kunden und die Vorbereitungen für das UMTS-Geschäft kümmern. Quam hatte seit dem Start im November nur rund 200 000 Kunden gewonnen und damit nach Einschätzung von Experten nur wenig Chancen, sich dauerhaft einen Platz auf dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt in Deutschland zu sichern.

Quam ist die Marke des spanisch-finnischen Konsortiums Group3G, die sich im August 2000 neben D1, D2 Vodafone, E-Plus, Viag Interkom und Mobilcom für mehr als 8 Mrd. Euro eine UMTS-Lizenz ersteigert hatte. An dem Group 3G-Konsortium ist neben dem Mehrheitseigentümer Telefónica Móviles noch die finnische Sonera beteiligt. Quam nutzte zunächst das GSM-Handynetz von E-Plus und wollte sich damit einen Kundenstamm für das UMTS-Zeitalter sichern. An der UMTS-Lizenz hält Quam trotz des Verkaufsstopps fest. "Wir haben und halten die UMTS-Lizenz", sagte der Sprecher.

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