Quam musste 800 von 900 Mitarbeitern entlassen
Quam-Eigner verlangen späteren UMTS-Start

Es gebe Verzögerungen bei der Entwicklung der UMTS-Handys, sagte ein Sprecher der Sonera Oy am Freitag am Unternehmenssitz in Helsinki.

vwd/afp/HB HELSINKI. "Es ist schwierig, Dienste anzubieten, wenn es keine Geräte gibt." Deshalb werde Sonera gemeinsam mit dem Quam-Miteigner Telefonica SA, Madrid, die Bonner Behörde bitten, einen späteren Starttermin zu erlauben.

Der Sonera-Sprecher nahm dabei Bezug auf Äußerungen des Behördenleiters Matthias Kurth. Dieser hatte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP am Freitag eine Verschiebung des Starttermins nicht ausgeschlossen, sollte es "wider Erwarten technische Probleme" bei UMTS geben. Wenn alle Lizenznehmer hier in Schwierigkeiten kämen, "dann kann man über diesen Punkt durchaus reden", sagte Kurth. Nach den Lizenzbedingungen müssen die sechs deutschen UMTS-Lizenzinhaber bis Ende 2003 mit ihren Netzen 25 % der Bevölkerung abdecken, bis 2005 sogar 50 %. Ansonsten droht ihnen der Verlust der Lizenz.

Sonera und Telefonica hatten Ende Juli die Finanzierung ihres UMTS-Ausbaus in Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Damit wurde es Quam unmöglich, die Vorgaben der Lizenzbedingungen zu erfüllen. Das Münchener Unternehmen hatte daraufhin die Entlassung von 800 seiner 900 Mitarbeiter angekündigt.

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